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Unterscheidungsmerkmaıe der verschiedenen Plattensysteme,
Bei neueren Plattenkonstruktionen der EI. P. St. Co. tragen die Gitter-
stäbe nach auswärts gebogene Bleikrallen, um die aktive Masse besser fest-
zuhalten. Als positive Elektroden werden auch für manche Zwecke Tudor-
Platten (s. w. u.) verwendet.
Um den erwähnten Übelstand, das Herausfallen der Masse aus den
Gitteröffnungen zu verhüten, ist nach dem Vorbilde des EI. P. St. Co.-
Gitters eine sehr grosse Anzahl Konstruktionen ersonnen worden, welche
diesen Zweck. meistens dadurch zu erreichen suchen, dass sie die Gitter-
Öffnungen nach aussen zu enger werden lassen, statt weiter, wie bei Volkmar.
Die aktive Masse wird hierbei also zwischen die Bleirippen eingestrichen
und durch sie zusammengehalten, und nicht, wie früher, auf diese Rippen
aufgestrichen.
Die grossen Vorteile dieses Verfahrens sind einleuchtend, wenn man
bedenkt, dass jedes Abfallen von formierter Masse nicht nur ein einmaliger
Verlust der darin aufgespeicherten Energie ist, sondern gleichzeitig die
Stromaufnahmefähigkeit, die sogenannte Kapacität der Platte dauernd ver-
mindert. Dieser Verlust kann zwar zum Teil durch eine Neubildung aktiver
Masse auf der Oberfläche des Bleigerüstes ersetzt werden, wenn man die
Batterie täglich überladet und somit durch eine reichliche Gasentwickelung
eine Formierung des Bleikörpers herbeiführt, aber es geschieht dies auf
Kosten der Haltbarkeit und Dauerhaftigkeit des Gitters.
Es sollen nun im Folgenden diejenigen dieser Konstruktionen be-
sprochen werden, welche in die Praxis Eingang gefunden und sich bewährt
haben, und es sei dabei von vornherein bemerkt, dass diese mit Masse gefüllten
Platten keineswegs die nach dem Plante-Verfahren formierten vollständig
verdrängt haben. Auch letztere, nach modifiziertem einfacheren Verfahren
hergestellt, besitzen immer noch eine sehr grosse Verbreitung und werden
ebenfalls Erwähnung finden.
Man kann die heutzutage in Gebrauch befindlichen Blei- Akkumulatoren
nach folgenden Hauptgruppen unterscheiden:
a) Platten, bei denen eine ausgeprägte Gitterform
vorhanden ist (Gitterplatten).
Hierher gehören die schon erwähnten Platten der El. P, St. Co. zu
London, der Kölner Akkumulatorenwerke von Gottfried Hagen in Kalk
bei Köln, die Correns-Platten von C. W. Kayser & Co. in Berlin, ferner die
Platten von Hartung & Martini in Reitzenthal, Lehmann & Co. in
Berlin, Heyl in Berlin, sodann die Örlikon-Platte und die negativen
Platten der Wershoven-Akkumulatoren (Morian & Co. in Neumühl) und der
Tudor-Akkumulatoren (Aktiengesellschaft Hagen in Westfalen). Auch die
Platte von Gülcher-Berlin, welche aus einem gitterartigen Gewebe besteht,
kann hierzu gerechnet werden,
b) Platten, bei denen die aktive Masse in massiven oder
gitterförmigen Mulden enthalten ist (Muldenplatten).
Hierher gehören die Platten von Lehmann & Mann in Berlin, von
Leitner in Berlin, Elektricitätsgesellschaft Triberg (Baden) und die positive
Platte von Wershoven.
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