Full text: Verbesserung der Wasserbeschaffenheit. Hebung des Wassers. Aufbewahrung des Wassers. Leitung und Verteilung des Wassers. Literaturverzeichnis (2,b)

  
  
  
  
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in die zwischen diesen und den Klärkammern liegenden Verteilungsbehälter und von hier 
aus durch eine größere Anzahl von Öffnungen gleichmäßig verteilt in die Klärkammern. 
Zwischen je 2 hintereinanderliegenden Kammern befindet sich dieselbe Anordnung.von Wehren 
und Durchtrittsöffnungen. Durch Einsetzen von Holzbrettern an den Wehren können einzelne 
Kammern ausgeschaltet werden. 
Die Länge von 2 Becken hintereinander beträgt netto 57 m, die ungefähre Wassertiefe 
3,3 m, der Gesamtquerschnitt von 3 Becken nebeneinander rund 81 qm, woraus sich bei 
einer Zuflußmenge von 0,2 cbm pro Sekunde eine Durchflußgeschwindigkeit von v= 0: F = 
0,2:81 = 0,00248 m pro Sekunde ergibt. 
Über die Verwendung von schwefelsaurer Tonerde bei dieser Anlage vgl. $ 107. 
Der Boden der Klärbecken ist geneigt. An der tiefsten Stelle befinden sich Schieber, 
die zeitweilig geöffnet werden, worauf der Schlamm durch 500 mm weite Leitungen in den 
Rhein fließt. 
d) Eine praktische und gut wirkende Beckenanlage haben Bitter und Gotschlich in 
Alexandria geschaffen. Von einem Verteilungsreservoir aus gelangt das Rohwasser mit 
Alaun gemischt in 3 Klärbassins von je 4000 cbm Inhalt, deren jedes ganz selbständig für 
sich arbeitet und ohne Störung der 
beiden andern im Betrieb ein- und aus- 
geschaltet werden kann. In diesen Bassins 
wird das Wasser zunächst in einer Vor- 
kammer nach abwärts geführt und tritt 
dann unter einer Querwand hindurch in 
die erste Hälfte des eigentlichen Klär- 
bassins, um von da im aufsteigenden 
Strom die ganze Länge dieser ersten Ab- 
teilung zu durchfließen und dieselbe am 
Ende über einen Überfall, der durch 
eine zweite bis auf den Boden reichende 
Querwand gebildet wird, zu verlassen. 
Hierauf wiederholt sich die ganze Pro- 
zedur (Abwärtstauchen in einer Vor- 
kammer, Eintritt von unten in die zweite 
Hälfte des Klärbassins, endgültiges Ver- 
lassen derselben über die Überfallkante) 
zum zweiten Male, so daß jedes Wasser- 
teilchen zweimal hintereinander die 
gleiche zwangläufige Strömung durch- 
machen muß. Hierdurch soll eine gründ- 
liche Ausnützung dieses Gesamtinhalts der Bassins und eine maximale Dauer der Sedimentie- 
rung erreicht und die Entstehung toter Ecken vermieden werden. In dieser Beziehung 
ist ein längliches Bassin im allgemeinen vorteilhafter als ein rundes, in welchem sich 
immer wieder geradlinige Strömungen ausbilden können. Durch die zwangläufige Strom- 
richtung muß ferner das aufsteigende Wasser den absinkenden Tonflocken entgegen fließen. 
Diese wirken dann wie beim Röckner-Rotheschen System wie ein bewegliches Filtersieb, 
welches das aufsteigende Wasser reinigt. 
Bitter und Gotschlich vermochten auf diese Weise die Keimzahl im Absitzbecken 
im Verhältnis 10:1 zu vermindern. 
  
  
  
  
  
e) Die Absitzbeckenanlage der Stadt Goderich in Kanada, bestehend aus zwei 2,75 m 
tiefen Becken, soll das Wasser des Huronsee, das in 1200 m Entfernung vom Ufer entnommen 
wird, innerhalb 9 Stunden um 80% seiner Schwebestoffe befreien. Die Anlage ist aus Eisen- 
beton erstellt, die Seitenwände widerstehen beiderseitigem Überdruck, die Sohle einem nach 
aufwärts gerichteten Wasserdruck. Das Rohwasser passiert zunächst geneigte Rechen, welche 
aus einem Holzrahmen und 2 darin befestigten 20 cm voneinander entfernten Drahtgeflecht- 
tafeln bestehen. Die erste Tafel hat 16, die zweite 64 Maschen auf einem Quadratzentimeter. 
Von den Rechen gelangt das Wasser in die Absitzbecken; entnommen wird es aus ihnen 
durch ein Schwimmerrohr, ähnlich der von der Firma Geiger in Karlsruhe für Beckenanlagen 
der Abwasserreinigung konstruierten Form, welche gestattet, stets nur die oberste Wasser- 
 
	        
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