Full text: Volkskunde des Kreises Altenkirchen

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Men tif Bonn, der unteren Sieg; je mehr man nah Weſten, Oſten, 
det Yin: Norden bli>t, deſto mehr Meldungen von früherer Älbung 
A und Umbildung und Niodernifierung treten ung entgegen. 
hei Auch hier iſt das Kleverländiſche mit faſt völliger Leere eine 
9 zum 6 Rultureinheit für fih geworden. Vergleichen wir die Aug- 
breitungsgebiete der Feuer unter ſich, ſo ſehen wir, daß die 
don nit Betonung eines Feuers ein anderes fchließlich verdrängt, 
bon deny wie in der Weſteifel das Martinsfeuer dur< das Faſten=- 
mal feuer faſt völlig beſeitigt wurde. Wir erkennen auch, wie 
die Vij: die Leere des rheinfränkiſhen Gebietes de3 Hungrüds fait 
eferungu genau an der alten Furtrierifchen Zerritorialgrenze aufhört, 
n Falten wo SFaltenfeuer im Weſten, Martinsfeuer in der Mitte 
ie under und im Oſten beginnen.“ 
die Faſt In unſerem Kreiſe wurden früher Iohannisfeuer in 
mn rom Niederſchelderhütte, AlS8dorf und Köttingen abgebrannt; 
ebiet dy heute ſind ſie no< im Brauch in Kirchen, Hommelsberg 
he Jeti: und Wolzhain. Ein Faſtenfeuer iſt niht bekannt, Das 
nod Vii: Oſterfeuer dagegen findet ſih in Hinnhauſen, Harbach, Fiſch- 
t Uhr e baherhütte, Dermbah, Winnersbah (früher) Muders8bach, 
tung nu Frieſenhagen, Hönningen, Katzwinkel, Birken, Honigs8eſſen, 
he an hi Köttingen (bis 1925), Scheuerfeld (bis 1900), Brachbach, 
tgebiet di Alsdorf, Saffenroth, Robenroth, Steineroth (bis 1925), 
utung | Grünebach, Birnbach (früher) Oberwambach (früher) Kober= 
het iteinerhof bei Niederbad (früher). Martinsfeuer finden ſich 
und df in Oberlahr, Peterslahr, Dermbach, Dauersberg, Elkenroth, 
er Gebe Breitſcheidt, Willroth, Epgert, Öttershagen, Wiſſen, Schôn- 
ſtein, Selbah, Gebhardshain, Nauroth, Steinebach, Beßz=- 
dorf-Bruche, Elben (ſeit 1927). 
Das Abbrennen des Oſterfeuers erfolgt unter Teilnahme 
von groß und Hein am Rarfamstagabend, erjten Oftermorgen 
oder zabend. Beſondere Lieder kennt man nicht. Im Scheine 
der Flammen ſingt man Auferſtehungslieder, die als Kirchen- 
lieder bekannt ſind. Das Brennmaterial ſchaffen in der 
Hauptſache die Kinder herbei. Ein „Zufammendogen“, wie 
wir es ſpäter beim Martinsfeuer finden, kennt man nicht. 
Ein oder mehrere Ortsangehörige ſtellen das Stroh, die 
Tannen- und Fichtenreiſer werden von den Kindern an die 
Feuerſtätte geſchleppt, wobei Knaben und Jünglinge die 
  
   
	        
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