Full text: Gesammelte Abhandlungen (Band 2)

360 Behrend und Mertelsmann, 
*. 
wies, wenngleich in viel geringerem Maße als Queck 
silber. 
18 g Benzol wurden wie bei den früheren Versuchen 
durch Einleiten der Dämpfe in erhitzte Schwefelsäure, 
welcher dieses Mal 1 Proz. Eisenvitriol zugesetzt war, 
sulfoniert. Aus der ersten Fraktion der Natronsalze, 
6,5 g, wurden 4,8 g Para- und 1,1 g Meta-Disulfonchlorid ge 
wonnen; die zweite Fraktion lieferte nur Metachlorid. Die 
Gesamtausbeute an Natronsalz betrug 58,9, welche nach 
den Ergebnissen der früheren Versuche rund 46,2 reines 
Chlorid geliefert haben würden. Die erhaltenen 4,8 g 
Parachlorid entsprechen 10,4 Proz. dieser Menge, während 
bei der Sulfonierung ohne Katalysator 0,9 Proz. und bei 
Gegenwart von Quecksilber 34,1 Proz. gewonnen wurden. 
Löslichkeit der Natronsalze der Benzol-m- und Benzol-p- 
disulfonsäure. 
Die Trennung der Meta- und Paradisulfonsäure des 
Benzols wurde, wie die beschriebenen Versuche zeigen, 
dadurch sehr erleichtert, daß sich die Parasäure aus 
schließlich in den ersten Fraktionen der Natronsalze 
findet. Dieser günstige Umstand ist dadurch bedingt, 
daß das Natronsalz dieser Säure etwa um die Hälfte 
mehr Wasser zur Lösung braucht, als das der Metasäure, 
und daß es in einer konzentrierten Lösung des meta 
disulfonsauren Natrons nahezu unlöslich ist. Eine orien 
tierende Löslichkeitsbestimmung ergab folgendes. 
Die verwendeten Salze wurden aus Fraktionen, die 
nur einheitliches Chlorid ergeben hatten, durch noch 
maliges Umkrystallisieren dargestellt. Zur Analyse 
wurden sie bei 120° getrocknet. 
I. 0,1914 g metadisulfonsaures Natron gaben 0,0967 Na 2 S0 4 . 
II. 0,2625 g paradisulfonsanres Natron gaben 0,1340 Na^SO,,. 
Ber. für Gef. 
C 6 H 4 S 2 0 6 Na 2 I II 
Na 16,33 16,38 16,55 
Je 10 g der Salze wurden mit 10 ccm Wasser 
4 Stunden bei einer Zimmertemperatur von 27,5° ge
	        
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