Full text: Vermessungskunde

69 
c) Die Anfsetz- oder Rektifikationslibelle. Es ist das 
eine Reiterlibelle, die auf die Zapfen der Kippachse aufgesetzt wird 
und bei neuen Instrumenten fast ausschließlich zur Untersuchung 
dient, ob diese bei vertikaler Achse VV wagerecht ist. 
d) Die Fernrohrlibelle, eine Röhrenlibelle, die parallel zur 
optischen oder der mit ihr zusammenfallenden Zielachse des Fern 
rohrs befestigt ist und die zu tachymetrischen Zwecken oder zum 
Nivellieren dient. Sie kann eine Aufsetz-, Reiter- oder Hängelibelle, 
endlich eine fest angebrachte Reversionslibelle (Doppel- oder Wende 
libelle, Abb. 74) sein. Die mit einer solchen ausgestatteten Instru 
mente heißen Universal-Nivellierinstrumente. Das Nähere ist aus 
dem Kapitel über Höhenmessen zu ersehen. 
Gebrauch des Theodoliten. 
Ho rizón tal winkelmessung. 
Es sei im Felde der durch die Pflöcke ACB bestimmte Winkel 
(Abb. 83) mittels eines Theodoliten zu messen und das, Instrument 
als völlig berichtigt angesehen. 1 ) Man stelle das Stativ, das ein 
Tellerstativ sein möge, zunächst derartig über C auf, daß der Teller 
annähernd wagerecht sei, und der 
am Haken der Zentralstange be 
festigte Senkel beiläufig über dem 
Nagel des Pflockes schwebe. Hier 
auf drücke man die Füße des Sta 
tivs ins Erdreich ein und ziehe die 
Schrauben des Stativs fest, wo 
durch die Füße fixiert und dieses 
unverrückbar erscheint. 
Nun wird das Instrument vorsichtig aus dem Kasten gehoben 
und auf den Teller gebracht, die Zentralstange eingeschraubt und 
zunächst durch leichtes Anziehen der Mutter M eine flüchtige Ver 
bindung zwischen Theodolit und Stativ hergestellt. Nach Lösung 
der Alhidadenklemme werden durch Drehen die gekreuzten Libellen, 
solche seien vorausgesetzt, derartig eingestellt, daß die eine in der 
Richtung zweier Stellschrauben s t s 2 , die andere aber senkrecht 
darauf zu stehen kommt. Das Drehen wird stets durch Anfassen 
der Klemmvorrichtung besorgt. Die Berührung der feinen in Silber 
ausgeführten Kreisteilung mit den Fingern ist unbedingt zu vermeiden. 
1) Bezüglich der Bedingungen, die ein Theodolit zu erfüllen hat, siehe 
Seite 74.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.