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Einleitung. 4079
wovon die eîne {hon flúſſig ſein oder flúſſig gemacht
werden muß. Die flüſſige, welche im ZUuſammens
hangszuſtande bleibt, wird das Auflöſungsmittel,
die trodne, welche verändert wird, die zu löfende,
und das daraus entſtandene Produkt eine Lóſun g
oder Auflöſung genannt. Wird ein zu löfender
Stoff von feinem Löſungsmittel ' ganz aufgenommen,
ſo daß nichts ſichtbares mehr von ihm übrig bleibt,
jo ift dies eine vollfommne Löfung oder Aufz
lôſungz werden aber nur einzelne Theile von dem
Löſungsmittel ergriffen und andere bleiben unanfges
Töft, ſo_iſt es eine unvollfommne Löſung oder
Auflöſung. Reine Harze z. B. geben mit Alko:
hol vollfommme, hingegen Gummiharze mit Alkohol
unvollklommne Löſungen. Geſchieht die chemiſche Verz
bindung zwiſchen feſten Materien durch Hülfe des
Schmelzens im Feuer, fo wird der Erfolg Löſung
auf dem tro>nen Wege genannt; entſteht aber
eine Berbindung zwiſchen zwei Stoffen, wenn der
eine flüffig iſ, ſo iſt es eine Löſung auf dem
naſſen Wege. Hülfsmittel der Auflöſungen ſind:
Zerkleinerung der feflen Stoffe, Wärme und
Bewegung.
‚ Ausgeben fagt man von einer Farbe, wenn fie
viele De>- ober Körperkraft beſitt, Daß mit einer
verhältnigmaßig Kleinen Doſis eine ziemlich große
Fläche angelegt und bede>t werden kann.
Ausglühen geſchieht bei einigen Farben, um
ſowohl die darin enthaltenen erdigen und andere fremd-
artigen Theile zu zerſtören, als au< um eine vor-
theilhafte Wirkung auf ihr Kolorit hervorzubringen,
wie z. B. bei dem Kienruß, dem Umbraun u. f.
: Auslaugen, eine Operation, die darin beſteht,
einem 1m Waſſer unauflöslichen Körper mehrmals
mit Waffer zu übergießen oder zu wafchen, um bie