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Zweite Ablheilung.
Die Bereifung der leichten Ninds,- Kyps- und Noßhäute
zu Dber- und Verde>leder, ſowie Kalb-, Ziegen - und
Schaffelle zu Ober - und Futterleder.
Einleitung.
Unter Oberleder verſteht man ein ſolches Leder, welches haupt-
ſächlih zu den oberen Theilen - der Stiefeln, ſowie der Schuhe, auh
zu Wagenverde>ken und verſchiedenen anderen Gegenſtänden verwen-
det wird.
Gutes Oberleder muß folgende Eigenſchaften beſitzen :
1. Es muß ſehr zähe, d. h. enggeſchloſſene Poren haben, wo-
durch deſſen Haltbarkeit bedingt wird;
2. e8 muß fih beim Gebrauch weih erhalten, ſo daß es
nicht leicht brüchig wird;
3, es darf fein Waſſer durchdringen laſſen; ‘zu Schuhen oder
Stiefeln verarbeitet, muß der Fuß beim ſ{<mutigſten Wetter
ſtets vollkommen tro>en bleiben.
Im Nachfolgenden werden wir Anleitung ertheilen auf welche
Weiſe ein mit den genannten Eigenſchaften ausgeſtattetes Leder herzu-
ſtellen ift.
Das Austro>nen der leihten, rohen Rindshäute zu
Fahlleder.
Man beftimmt zu Yahlleder folche Nindshäute, welche nicht zu
Ihwer wiegen, und auch dem äußern Anſchein nach ein feines Leder
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