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Vorsteuerungen. 43
óffnung g am Schwebekolben voraus. Abweichungen hiervon bewirken Anderungen des Zwischen-
druckes, welche den Schwebekolben in die ursprüngliche relative Beharrungslage zum Steuerstift zu
bringen versuchen; hierbei wird durch die an-
gewendete Steuerung der Blendenóffnung gegen
eine ebene Fläche die stärkst mögliche Auswirkung
der Verstellungen des Steuerstiftes erreicht (15).
Bei dem in Abb.74 dargestellten Steuer- > E
ventil [231 erfolgt bei Verstellungen des Steuer- >> =A
stiftes 320 aus der dargestellten Mittellage, etwa i zz
nach aufwärts, die Eröffnung der Steuerungen g; 4
bzw. g4", wodurch die Kolbenflàche P, über Steue-
rung g,' Druckól aus dem Raume a, der Raum über F,
Abstrómung über die Steuerung g," erhált. Die
hierdurch am Sehwebekolben erzeugten Stellkráfte
wirken im Sinne seiner Nachführung. SinngemàD
vollzieht sich letztere bei einer Abwärtsverstellung
des Steuerstiftes 320. Wegen der in der Mittel- Abb. 75.
stelle überdeckten Steuerwege bleibt der Druckól-
verbrauch der Vorsteuerung im Beharrungszustand auf die Undichtigkeitsverluste beschránkt.
Die vorbeschriebene Konstruktion, auf Steuerventile großen Durchmessers angewendet,
bedingt aus herstellungstechnischen Gründen Abmessungen des verhältnismäßig langen Steuer-
stiftes, die den Forderungen geringen Druckólbedarfes sowie Verstellwiderstandes nicht mehr
genügen. Durch Verlegung der Vorsteuerung in den
Kopf des Hauptschaltkolbens 301 gemäß Abb. 75 kann
ein verhältnismäßig kurzer und im Durchmesser nur
der zu steuernden Olmenge angepabter Vorsteuer-
stift 320 Verwendung finden; aus Herstellungsgründen
ist ein besonderer Einsatz 323 vorgesehen, in dem der
Steuerstift 320 gleitet und dessen äußere Ringkammern
durch Bohrungen in entsprechender Weise mit den
Steuerflichen F, (F,),! dem Druckólraum « bzw. dem
Abfluf c verbunden sind.
Wáhrend die bisher beschriebenen Vorsteuerungen
ausschlieBlich mit Nachführung arbeiten, kann auch
eine rückführende Verbindung? zwischen Steuerstift und
vorgesteuertem Schaltkolben konstruktiv verwirklicht
werden (Abb. 76). ;
Der Steuerstift 320, der nunmehr den in Raum m :
eingeleiteten Vorsteuerólstrom gegen die festen Kanten |
9, g, steuert, erhált seine Initialbewegung vom Steuer- |
werk aus über das Gestánge 400 und wird rückgeführt A,
durch die gegensinnige, mit der Verstellung des Steuer- Abb. 76. Vorsteuerung. (MaBstab 1:4,5.)
stiftes aus seiner Mittellage eingeleitete Bewegung des 301 = Schaft zum Hauptsteuerkolben, 309 = Dreh-
kupplung, 320 — Vorsteuerstift, 391—393 — Dreh-
Hauptkolbens 301. antrieb, 400 = Verbindungshebel zum Steuerwerk.
legenüber der Nachführung, bei welcher der wirk-
same Hub des Hauptschaltkolbens gleich dem des Steuerstiftes ist, besteht bei der mit Rück-
führung arbeitenden Vorsteuerung durch Anwendung eines entsprechend übersetzenden Hebel.
werkes die Möglichkeit, den Weg des Hauptschaltkolbens, bzw. seine Geschwindigkeit gegen-
über der gleichzeitigen, aus dem Steuerwerk ausgeleiteten Bewegung zu vergróBern, wodurch
mit im Durchmesser kleineren Ventilen das Auslangen gefunden werden kann. Anderseits
RS
1 Steuerfläche F, am Ende des Kolbens 301.
2 Ausführung ehemals Briegleb Hansen und Co., Gotha; grundsätzlich gleich auch bei Morgan
Smith und Cie., USA.