Contents: Allgemeines Künstler-Lexicon, oder: Kurze Nachricht von dem Leben und den Werken der Mahler, Bildhauer, Baumeister, Kupferstecher, Kunstgiesser, Stahlschneider, [et]c. [et]c. ([Hauptband])

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Figuren sind wohl gezeichnet und zierlich ge⸗ 
Jeidet. Die Architectur in seinen Gemaͤhl⸗ 
den ist sehr schoͤn. Zum Erfinden war er 
in Genie vom ersten Range, keine von sei⸗ 
nen Figuren ist uͤbersuͤßig, an jeder erkennet 
manihre besuimmte Verrichtung und un⸗ 
geachtet der grossen Menge Figuren, entste⸗ 
het nicht die geringste Verwirrung in seinen 
Tompositionen Descamps P.2. P.2437 G. 
iercia( Jacobus dela) „Bildhauer 
hon Siena; bekam wegen des schoͤnen 
Brunnens den er auf dem Platze seiner 
Feburts⸗Stadt aus Marmor verfertigt hat⸗ 
e, den Beynamen delle Fonte, und wurde 
u Belohnung seiner Verdienste zum Ritter 
ind zumOberaufseher uͤber den Bau der dasigen 
Dom⸗ Kirche gemacht, in welcher er A. 
1418. mit grossen Ehrenbezeugungen begra⸗ 
hen wurde. Vasari . 2. p. 249. G. 
Querfurt Rugustus), gebohren zu Wol⸗ 
fenduttel A. 1696. Lernte bey seinem Va⸗ 
der Tobias, des Herzogs Hofmahler, der 
ihn unter andern in den, einem Mahler 
noͤthigen Regeln der Anatomie sorgfaͤltig 
erwies. Darauf kam er nach Augspurg 
u dem beruͤhmten Bataillen⸗Mahler Geoͤrg 
Philipp Rugendas und folgte eine Zeitlang 
seiner Manier, nachher wehlte er sich Jacob 
Courtois, genannt Bourguignon zum Muster. 
Die grosse Feldschlachten welche er fuͤr den 
Prinzen Alexander von Wuͤrtenberg und den 
rafen von Waldegg mahlte, machten die 
Beschicklichkeit dieses Kuͤnstlers bekant. Er 
Ibeitete an dem kayserlichen Hofe zu Wien. 
Querfurt hatte zwey Bruͤder, welche auch die 
Rahlerey uͤbten. Remy p. 86. 
Cüuesnel (Franciscus) gebohren zu Edim⸗ 
—X in Frankreich, und 
wurde erster koͤniglicher Hofmahler Heinrich 
des III. Er starb zu Paris A. 1619. Ohn⸗ 
gefaͤhr um gleiche Zeit waren von diesem 
Zeschlecht siehen Mahler die sich alle durch 
ihre Arbeit beruͤhmt machten. le Comte 
P. 3. p. 176. 
Quesnoy (Francistus du), gebohren zu 
Bruͤssel A. 1594. Lernte bey seinem Vater 
Hieronymus. Der Erʒ Herzog Albert ließ ihn 
auf seine Kosten in Flalsen reisen; aber das 
dald darauf ersolgte Absterben dieses Fuͤrsten 
dubte ihn des noͤthigen Unterhalts, und 
Qui 
nußte er sich kuͤmmerlich mit gllerhand he 
jer Arbeit in Elfenbein und Hohz ude 
en, bis er den Anlas erlangte seine Kunst 
in der Statuͤe der H. Susanna in der Kir⸗ 
he S. Maria di Loretto bekant zu machen, 
e so vortreflich gerieth, daß ihm aufgetra⸗ 
en wurde eine der vier riesenmaͤßigen Sta— 
uͤen fuͤr die S. Peters- Kirche zu verfertr 
sen, in welcher er den Apostel Andreas vor⸗ 
ellte. Bey aller seiner Geschicklichkeit muß⸗ 
e dicser vortresuche Kuͤnstler immer in durß 
igen Umstanden leben. Endiich wurde er 
it einem grossen Gehalt in Frankreich be— 
ufen , konte aber dicses anscheinende Glic 
nicht geniessen, indem er auf der Reise zu 
iworno A. 1048. an einer Vergiftung sterhen 
nußte die ihm sein boshafter Bruder, der 
leiche Kunst uͤbte beygebracht hatte. An sei⸗ 
en Werken bewundert man die wohluͤberlegte 
ellungen, und die vortrefliche Gewaͤnder. 
Auesnoh verfertigte viel kleine Basreliefs 
dn Erzi, Marmor,Elfenbein etc. und kleine 
figuren von Wachs, die meistens Kin⸗ 
erspiele, Bacchanalen, und andre lustige 
Stuce vorstellen er arbeitete dieselbe mit 
rosser Kunst und vielem Verstand aus, sie 
verden von den Kennern stark gesucht/ und 
hen noch heut du Tage den groͤsten Kuͤns⸗ 
en zu Modellen. Bellori p. 159. 6. 
Guliard (Petrus Antonius), Mahler 
von Paris; wird fuͤr einen Schuͤler des An⸗ 
n Zatcau gehalten. Er that eine RXeise 
nach Lisabon; woselbst er zum koͤniglichen 
Rahler unmd Zeichner bey dasiger Atademie 
ingenommen wurde. Von seiner Arbeit sie⸗ 
ef' man den Plafond des Vorgemachs der 
Inigin, und in dem Palaste des Herzogs 
on Tadaval viele Gemaͤhlde und Zeichnun⸗ 
gen nach der Manier seines —V 
arb zu Lisabon. Guarienti p. 415. 
Quillerie (Ratalis), gebohren zu Or⸗ 
ans A. 1594.Lernte bey Simon Voust. 
die Academie zu Paris A. 12003 
ud starb A. 1669. Er mahlte Portraite und 
Zistorien. Arbeitete auch in dem koͤniglichen 
hallaste der Thuilleries. Guerm p. 226. 
ung ard (Joh. Mauritius) gebohren 
u Rers R. 1688. Lernte bey seinem Vater, 
nd Bobnen Christorh Lubinien 
d Riclaus Vartolie. Er mahlte schr dn 
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