Full text: Der Maschinenbauer, oder Atlas und Beschreibung der Maschinen-Elemente. (2. Lieferung)

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Zwei in einander greifende Räder heißen ein 
Paar mit einander arbeitende Räder. Das 
treibende wird wohl vorzugsweife das Rad, das ge- 
triebene dad Getriebe genannt; gewöhnlich macht 
man aber dieſen Unterſchied niht und nennt das gró- 
ßere von beiden das Nad, das kleinere das Getriebe. 
Die Achſen mit einander arbeitender Räder müſſen 
ſtets in einer Ebene liegen. Sind beide mit einan- 
der parallel, fo werden die Räder Stirnräder ſein. 
Bei den Ausführungen in Holz conſtruirt man zu- 
weilen das getriebene Rad in der Art, daß man zwi- 
ſchen zwei Scheiben runde Stäbe mit gehörigen Zwi- 
fchenräumen “ einſeßt, welche von den Zähnen des 
treibenden Rades ergriffen werden; ein ſolhes Rad 
heißt ein Trilling, wenn es klein iſ und ein Drehs- 
ling, wenn es groß iſt; die Stäbe heißen Trieb ſtó > e. 
Wird der Trilling ſo klein, daß man keine Scheibe 
mehr auf die Welle bringen kann, ſo läßt man die 
Stäbe in den Umfang der Welle ein und nennt einen 
ſolchen Trilling - einen Kumpf und die Welle eine 
Kumpfwelle. 
Bilden die Achſen der Wellen einen rechten 
Winkel, ſo nimmt man bei den Ausführungen in Holz 
zu dem treibenden Rade ein Kammrad, das getriebene 
fann ein Stirnrad fein, gewöhnlich wählt man aber 
ſtatt deſſen einen Trilling, 
Bei den Ausführungen in Eifen werden beide 
Mäder conifch. Daſſelbe findet ſtatt, wenn die Wels; 
len irgend einen andern Winkel mit einander bilden. 
Sollen Frictionsräder eine regelmäßige Bewegung 
erhalten und nicht unnöthig Kraft abforbiren, fo darf 
der eine Kranz auf den andern nicht rutfchen, die 
ſih berührenden Puncte müſſen alſo gleiche Gefhwin« 
digkeit haben, Etwas Aehnliches muß bei den Zahn- 
rädern Statt finden. Jedes Pagar mit einander - ars 
beitender Räder hat zwei ſih berührende Kreiſe, die 
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