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dur< den Mahlproceß darauf hin, das Getreidekorn zu
fhälen und dann zu zerdrü>en und zu zerreiben, bis
es zu einem, wie man ſagt, unfühlbaren Pulver gewor-
den It, und zulegt mit dem möglichſt BEN Mehl-
verluſte, die abgeſchälten Hülſentheile , die Kleien von
dem Mehle abzuſondern. Je vollkommener und in je
fürzerer Zeit bei einem und demſelben Aufwande an
Kraft und Betriebskoſten alle dieſe Dperationen von
dem Mühlenmechanismus ausgeführt werden, je beſſer
und je zwe>mäßiger wird derſelbe eingerichtet fein. End-
lich aber wird man au< no< in Frage ſtellen müſſen,
denn auch hierauf hat die bei dem Mahlen befolgte Ver-
fahrungsweiſe Einfluß, ob das erhaltene Mehl fih für
längere Zeit aufbewahren läßt, ohne zu ae
Dieg vorausgefchiet, wollen wir, um nachher eine
beſſere Parallele ziehen zu können, den Mechanismus
unſerer deutſchen Mahlmühlen, wie ſie ſi< na< und
nach — denn in früheſten Zeiten begnügte man ſich da-
mit, das Korn im Mörſer zu zerſtoßen und dann das
Mehl auszuſieben — herangebildet haben, mit wenigen
Worten beſchreiben. Der genannte Mechanismus zer-
fällt eigent lich in drei einzelne Theile, in das Gehwerk,
welches den eigentlichen Zerreibungsproceß bewirkt, in
das Zuführungswerk, welches dem Gehwerk das zu zer-
reibende Korn nah und nah zumißt, und in das Beu-
telwerk, welches die Abſonderung des Mehles von den
u. bewirkt.
Die weſentlichſten Theile des Gehwerkes ſind zwei,
horizontal übereinander liegende runde, aus einer ſehr
Besten Quarzmaſſe beſtehende und 4 bis 5 Fuß im
Durchmeſſer haltende Steine, deren Achſen genau in
eine und dieſelbe Linie fallen und die mit ihren waage:
rechten Flächen einander nien: oder weiter von einan-
der geſtellt werden fönnen. er untere dieſer Steine
liegt feſt und heißt der Bodenſtein oder Lagerſtein, der
obere ijt um ur Achſe beweglih und heikt deshalb
der Läufer. Da die Kraft, welche den legteren bewegt,