len. Hat ed die Conſiſtenz einer Gallerte angenom-
men, ſo ſchlage man dieſe mit einem: ſteifen Pinſel,
um fie fließend zu machen und trage den Anſtrich
Falt, aber leicht und allenthalben gleichförmig, auf.
Nach dem Tro>nen folgt ein zweiter und, nad Ers
forderniß, ein ‘dritter Anſtrich, bevor die Ladirung uns
ternommen wird. Auch die Papparbeiten, welde mit
weißem Papiere überzogen find, mit irgend einer Färbe
angeftrichen und dann ladirt werden ‘ſollen, müſſen
auf dieſe Weiſe behandelt und mit Leimwaſſer gut
getränkt werden. Zur Färbung der Papiere \{<i>en
fi fowohl Beizfarben, als auch andere Farben, wenn
fie nur hinlänglich fein abgerieben worden ſind,“ und
es ſind faſt immer mehrmalige Aufträge nöthig, die
übrigens fehr gleichförmig geſhehen müſſen. Soll
aber eine Papparbeit niht mit Papier überzogen,
fondern grundirt und dann ladirt werden, #0 ‘Úbvers
fiteicht man fie vier- bis fünfmal mit Spanifchweiß,
welches mit Waffer abgerieben und mit Pergaments
leim verfegt ift, reibt die Farbe, wenn ſie tro>en iſt,
mit Bimsftein ab und glättet ſie mit neuer Leinwand.
Dann giebt man wenigſtens zwei Anſtriche von der
gewählten Farbe, die ebenfalls mit Waſſer “ abgerie-
ben und mit Pergamentleim verfegt worden. Sind
auch dieſe troden, fo folgt nocdy ein: Ueberzug von
Gummiwaffer, und dann erſt kann der Ladfirnig in
einem ftaubleeren und warmen Zimmer aufgetragen
werden. Will man den Lad poliren und fchleifen,
fo müffen viele Aufträge geſchehen und endlich "Diejes
nigen Mittel angewendet: werden, welche Die dritte
Abtheilung deshalb beſonders mittheilt.
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