Full text: Theorien über den Mehrwert (3. Teil)

         
   
   
  
  
   
  
  
  
  
   
   
  
  
  
  
  
   
  
  
  
   
  
  
  
  
  
   
   
  
    
  
  
  
   
   
  
  
   
   
   
  
   
  
  
  
  
  
    
    
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Thomas Robert Malthus 49 
  
„Der Wert unterscheidet sich also wesentlich vom Reichtum, denn der Wert 
hängt nicht vom Überfluß, sondern von der Schwierigkeit oder Leichtigkeit der Pro- 
duktion ab.“ 
«Übrigens kann die value auch steigen mit der „facility of production“!. 
Unterstelle, daß ein Land von I million men? auf 6 millions steigt. Die eine 
Million habe 12 Stunden gearbeitet. Die 6 Millionen [haben] die produc- 
tive powers? so entwickelt, daß jeder noch einmal soviel in 6 Stunden pro- 
duziert. So wäre der Reichtum versechsfacht und die value verdreifacht 
nach Ricardos eigner Ansicht.) 
„Der Reichtum hängt nicht vom Wert ab. Ein Mensch ist reich oder arm, je nach 
der Menge der zum Leben notwendigen Dinge und Luxusmittel, die er kommandieren 
kann... Es ıst der Verwechslung der Begriffe von Wert und Reichtum zuzuschreiben, 
daß man zu der Behauptung kam, man könne den Reichtum vermehren durch eine Ver- 
minderung der Menge von Waren, das heißt der zum Leben notwendigen sowie der für 
die Bequemlichkeit und den Genuß des menschlichen Lebens gemachten Dinge. Wenn 
der Wert das Maß des Reichtums wäre, könnte dies nicht geleugnet werden, weil der 
Wert der Waren durch ihre Knappheit steigt; aber... wenn der Reichtum aus zum 
Leben notwendigen Dingen und aus Genußmitteln besteht, kann er durch eine Ver- 
minderung ihrer Menge nicht vermehrt werden.“ (l.c. p.323/324.) 
In andren Worten sagt Ricardo hier: Reichtum besteht nur aus Ge- 
brauchswerten. Er verwandelt die bürgerliche Produktion in bloße Produk- 
tion für den Gebrauchswert, was eine sehr schöne Ansicht einer durch den 
Tauschwert beherrschten Produktionsweise ist. Die spezifische Form des 
bürgerlichen Reichtums betrachtet er als etwas nur Formelles, ihren Inhalt 
nicht Ergreifendes. Daher leugnet er auch die Widersprüche der bürger- 
lichen Produktion, die in den Krisen eklatieren. Daher seine ganz falsche 
Auffassung des Geldes. Daher wird auch bei dem Produktionsprozeß des 
Kapitals der Zirkulationsprozeß, soweit er die Metamorphose der Waren, 
die Notwendigkeit der Verwandlung des Kapitals in Geld einschließt, bei 
ihm gar nicht berücksichtigt. Jedenfalls hat keiner besser und bestimmter 
als er selbst entwickelt, daß die bürgerliche Produktion nicht Produktion 
des Reichtums für die producers* (wie er wiederholt die Arbeiter nennt) ist, 
also die Produktion des bürgerlichen Reichtums etwas ganz andres [dar- 
stellt] als Produktion of „abundance“, of „necessaries and luxuries“ for 
the men who produce them, und dies müßte doch der Fall sein, wo die 
1 „Leichtigkeit der Produktion“ - ® Million Menschen - 3 Produktivkräfte - * Produ- 
zenten -” von „Überfluß“, von „zum Leben notwendigen Dingen und Luxusmitteln“ für 
die Menschen, die sie produzieren 
4 Marx, Theorien, 3. Teil
	        
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