120
2) um so kleiner, je mehr man die Trommel der \ a
nahe bringt.
Daraus iolgL, dass zu No. 1. die Maschine die Flächen zu
gross und zu No 2. zu klein angiebt. Dazu kömmt, dass die
gebrochenen Linien thi und tki mit jeder Veränderung der Stel
lung der Trommel ihre Längen verändern und dadurch der
Draht abwechselnd mehr oder weniger gespannt wird und Un
richtigkeiten in die Drehung der Trommel bringt.
Man muss daher den Draht absolut parallel zur Nutli gg
und so legen, dass er als gerade Linie die Peripherie der Trom
mel streift.
§. 48.
Ueber die Fehlergrösse bei Planimetermessungen.
Wenn auch weder der Planimeter, noch dessen Führer
Fehler hei den Messungen machen sollen, so ist es doch nicht
absolut zu vermeiden, dass Fehler Vorkommen und zwar In
strumentfehler, welche das Instrument veranlasst, und
Fü h ru n gsfeh 1 e r , welche der Führer des Instrumentes ver
schuldet.
Die Grösse von beiderlei Fehlern muss man ermitteln.
I. Von den Führungsfehlern, deren Berechnung und Kleinheit
und deren Verhalten zu den Dimensionen der umfahrenen Flä
chenfiguren. Normalfigur.
Würde der Geometer den Führpunkt so genau, wie ein
Lineal führen, so würden keine Führungsfehler Vorkommen. Da
dieses aber nicht der Fall ist, so fragt es sich, wie gross die
Führungsfehler der Wahrscheinlichkeit nach zu veranschlagen
sind. Je genauer man die Umtangslinien der Flächen überfährt,
um so kleiner erscheinen die Führungsfehler und umgekehrt um
so grösser. Der Geometer ist veranlasst, um seine Arbeit bald
zu vollenden, so rasch als möglich zu arbeiten, je schneller er
aber die Figuren überfährt, um so grösser fallen die Führungs
fehler aus, weil das Abweichen des Führungspunktes von den
Linien grösser wird, sobald man eilt.
Verlangt man nun, dass der Geometer beim Gebrauche des
Planimeters im Umfahren der Flächen mit dem Mittelpunkte des