Full text: Die Kunstdenkmäler der Stadt und des Kreises Bonn (5. Band, [3. Abteilung])

SCHWARZRHEINDORF 339 
Die Turmbhalle ist im Innern mit einem Gratgewölbe überspannt, an den Ecken Kathol. 
Halbpfeiler, zwischen die Schildbogen eingespannt sind, die Kämpfer zeigen ein ein- nenn 
faches, derbes Profil. 
Das Langhaus war ein flach gedeckter Saalbau, 12,35 m lang, 8,35 m breit, mit 
einer hübschen Barockvorhalle im Westen, im übrigen aber ungegliedert. 
| Um die Kirche herum eine grosse Reihe von Grabkreuzen von derin der ganzen 
Gegend üblichen Form, das älteste v. J. 1564. 
| In die neue Kirche übertragen: Bronzener Weihwasserkessel v. J- 1633, Ausstattung 
mit Engeln an den Haltern. 
Silbervergoldete Monstranz v. 1.1073, . 
Glocke vom Ende d. 18. Jh. m. d. Inschrift: simon ME FECIT und dem Glocken 
Bilde der Madonna. 
Kleinste Glocke, gegossen 1746 von Engelbert Joseph Fuchs. 
| SCHWARZRHEINDORF. 
  
Fig. 232. Schwarzrheindorf. 
Brustbild eines Engels aus den Wandmalereien der Unterkirche. 
RÖMISCHE FUNDE. Auf der Anhöhe über dem alten Rheinarm sind Römische 
  
an der Stelle der jetzigen Kirche römische Fundamentmauern nachgewiesen, die auf a 
eine römische Wachstation neben dem Hafen, dem Bonner Castrum gegenüber schliessen Anlage 
lassen. Vgl. schon HUNDESHAGEN, Bonn, S. 178. — v. Vertmi.d.B Je LXXXVLH, 
| S. 188. — Maassen, Dek. Königswinter, S. 396. — Bonner Generalanzeiger vom 
4. Dezember 1890. — F. HAUPTMANN, Die Bonner Rheinfähre im Mittelalter und in 
| der Neuzeit: Bilder aus der Geschichte von Bonn V: — Bonner Zeitung vom 8. Okt. 
1898. — OPFERGELT, Doppelkirche zu Schwarzrheindorf, S. 5. B rndaeke Architektur- 
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