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Full text

Title
Theorie der Mikrometer und der mikrometrischen Messungen am Himmel
Author
Becker, Ernst Emil Hugo

4
Netzmikrometer.
0 =
9 + »' + 0”
+ i 0 — «')•
3
Hat man mehrere Beobachtungen, die bei derselben Justirung bezw. dem
selben Winkel i angestellt sind, so kann man tang i aus allen Beobachtungen
gemäss dem Ausdruck
berechnen, und erhält dann aus jeder einzelnen Beobachtung
Haben 0' und d' dieselbe Bedeutung für den zweiten Stern mit den Coordinaten
Coordinaten a’ und 5', wie 0 und d für den ersten Stern (a, 8), so ist
wo die Grössen d positiv oder negativ zu nehmen sind, je nachdem der Stern
nördlich oder südlich von der Mitte durch das Netz gehr. Es ist hierbei voraus
gesetzt worden, dass die Wege, welche die Sterne beschreiben, als geradlinig
oder als Bögen grössten Kreises angesehen werden dürfen, oder dass die Sterne
in oder nahe dem Aequator stehen; ist dies nicht der Fall, so bedarf die zweite
Gleichung eines Zusatzgliedes für die von der Declination abhängige Krümmung
des Parallels. Ferner muss auch die Einwirkung der Strahlenbrechung in unserer
Atmosphäre und, falls das eine Object ein Wandelstern ist, der Einfluss seiner
eigenen Bewegung berücksichtigt werden. Alle diese Correctionen können nach
den Vorschriften berechnet werden, welche nachher für die noch jetzt gebräuch
lichen Mikrometer, unter denen in etwas veränderter Form auch das Mikrometer
unter 45° vorkommt, entwickelt werden.
Eine zweite Form des Netzes ist die nach Bradley benannte Rautenform
(Fig. 284), bei welcher die Diagonalen in dem Verhältnis von 1:2 stehen und
die kürzere in die Richtung der täglichen Bewegung gestellt wird. Bei genauer
jo spannt, während zur Controlle und zur Berücksichtigung
Bradley’s Raute. eines Fehlers * n der Justirung auch hier die Beobachtung
a' _ « = 0' _ 0
8' — 8 = cP — d
a
Justirung ergiebt wiederum das Mittel der Zeiten, zu denen
der Stern zwei aneinander stossende Seiten passirt, den
Moment des Durchgangs durch den durch die längere Dia
gonale dargestellten Stundenkreis, und die in Bogenmaass
verwandelte Differenz derselben entspricht dem Declinationsunterschied
Declinationsunterschied gegen die nördliche oder südliche Spitze. Wenn
die beiden Objecte auf verschiedenen Seiten der kleineren
Diagonale durch das Netz gehen, so wird die genaue
Kenntniss der Länge der letzteren erfordert; man erlangt
sie am sichersten durch Beobachtung eines Sternpaares von
bekannter Declinationsdifferenz. Zur Justirung des Netzes
ist in der Richtung der kleinen Diagonale ein Faden ge(A.
ge(A. 284.)
der Antrittszeiten an dem darauf senkrechten diagonalen