Object: Der Schuh- und Stiefelmacher in seines Gewerbes größter Vollkommenheit

    
     
  
    
  
  
  
   
   
   
   
  
   
    
    
    
   
  
    
  
  
  
  
   
   
  
  
    
   
  
    
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— 403. ——=. 
zu fordern berechffgt few? Eine folche Generalregel 
müßte. fich auf dad Ganze erfireden. 
Ein Ovriſt, Bardin, wurde im I. 18i5 von 
der Commiſſion, welche die Uniformirung der Trup- 
pen zu beſorgen hatte, beauftragt, Alles, was dazu 
ehórt, einer Prüfung zu unterwerfen und ſeine 
Borfehläge einzureichen. Das, was er Uber die Schuhe 
ſagt, und ſeine Auseinanderſezung bis in die kleine 
ſten Theile, iſt ſo trefflich, daß man es wohl zu bes 
dauern hat, wenn feine Borſchläge und Berbefjeruns 
gen nicht geſetzliche Sanction erhielten. Man muß 
um fo mehr die Einficht des Mannes bewundern, 
will man bie frühern Ordonnanzen über dieſen Ge- 
genſtand vom 18. Jahrhundert her damit vergleichen. 
Sonderbar iſ es; wie viele Sorgfalt man anwandte, 
um den Hut auf dem Kopf des Soldaten bald fo, 
bald anders nach Guſto zu drehen, während man Das 
Schuhwerk nur obenhin beachtete. Nur im 3.1776 
findet: man einen -kônigl. Befehl : man ſolle zu den 
Mititairfchuben das ftärkfte Leder nehmen, und Ná- 
gel unter die Sohlen ſchlagen. Das ift aber nicht 
hinreichend. Denn, welcher Schuhmacher wird zu- 
geſtehen, daß er fchlechtes Leder. zu feiner Arbeit 
nehme? — 
Zu bedauern iſt es, daß der Obriſt Bardin fich nur 
mit der Beſchuhung der Infanterie beſchäftigte; wie 
ſo nüßlic) wäre es geweſen, weun er ſeinen Bli> 
auch auf ‘die anderen Waſſengattungen geroorfen 
hâtte? So wäre es wohl zu wüuſthen geweſen, daß 
er fih auh mit Vorſchlägen zur PBerbeſſerung der 
Stiefeln für die Cavallerie beſchäftigt hâtte, denn au 
hierbei ‘hat man Alles dem Ungefähr Überlaſſen. 
Alles, was man that, war die Dauer dex Stiefeln 
nach einer gewiſſen Zeit zu beſtimmen. Aber dieſe 
Anſicht war falſch, grundfalſch. Kann ein ſ{<le<ter, 
übel fagionirter Stiefel von dem efendeften Leder 
SIDE FEGTE RE R IE TTE re FES 
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