Object: Ebbe und Flut sowie verwandte Erscheinungen im Sonnensystem

Beweise für die Starrheit. 
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Starrheit der Erde gebührt, da er der erste war, der 
zeigte, dafs die Bewegung der Erde als Ganzes auf 
den Zustand des Innern schliefsen läfst. Lord Kelvin 
nahm dann Hopkins’ Arbeit wieder auf und legte dar, 
dafs, wenn das flüssige Innere des Planeten in eine 
unnachgiebige Kruste eingeschlossen wäre, eine sehr 
leichte Abweichung der Schale von der vollkommenen 
Kugelform die Bewegung beinahe derjenigen einer vom 
Centrum bis zur Oberfläche festen Kugel gleichmachen 
würde, ausgenommen bei den rascheren Mutationen. Ein 
noch wichtigerer Mangel in der Hopkinsschen Unter 
suchung ist, dafs er nicht in Betracht zog, dafs die 
Kruste, falls sie nicht unbiegsamer als der härteste Stahl 
ist, was nicht anzunehmen ist, dem Wogen der ein 
geschlossenen Flüssigkeit so willig nachgeben mufs, wie 
Kautschuk; und aufserdem, dafs, wenn die Kruste 
leicht nachgiebt, die Präcession und Mutation der ganzen 
Masse kaum von derjenigen einer festen Kugel zu unter 
scheiden sein würden. Hopkins’ Ableitung, nachdem 
sie so durch Lord Kelvin berichtigt ist, führt also zu 
einer von zwei Möglichkeiten: entweder der Erdball ist 
durch und durch fest, oder die Kruste giebt äufseren 
Kräften mit derselben Leichtigkeit nach, als wenn sie 
flüssig wäre. 
Wir haben nun zu zeigen, dafs die letztere Hypo 
these durch andere Betrachtungen verneint wird. Die 
Gezeiten des Oceans, wie sie von uns wahrgenommen 
werden, bestehen in einer relativen Bewegung des Was 
sers gegen das Land. Wenn nun die feste Erdober 
fläche den Gezeitenkräften mit derselben Willigkeit nach 
gäbe, wie das darauf liegende Meer, so würde die 
Ursache für die relative Bewegung des Meeres weg 
fallen; und wenn das Festland bis zu einem gewissen 
Grade nachgäbe, so würde die scheinbare oceanische 
Flut verhältnismäfsig vermindert werden. Das blofse
	        
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