Geometrische und Graphische Versuche. 47
um bcn Mittelpunkt C beweglich, wo sich ein Scharnier des
befindet, so daß vermöge ihrer verschiedenen Oefnung jede
mögliche Veränderung flacher Winkel erhalten wird. Der
Abstand dieser Linrale von einander sind die Subrensen oder
Chorden, oder die Bögen, die sie beschreiben.
Die Sektoren werden von verschiedener Größe gemacht,
ihre Länge wird aber insgemein von der Lange der Schen
kel genommen, wenn der Sektor geschlossen wird. So giebt
ein Sektor von sechs Zoll, wenn die Schenkel dicht an ein
ander gelegt werden, ein Linial von zwölf Zoll, wenn er ge-
öfnet wird; und ein Sektor von einem Fuß ist zwei Fuß
lang, wenn er vollkommen offen ist. Bei Beschreibung der
Linien, die sich insgemein auf diesem Instrumente befinden,
will ich mich hier auf diejenigen beziehen, welche auf messin
gene Sektoren von sechs Zoll insgemein gestochen werden.
Denn da die Grundsazze bei allen die nämlichen sind, und
die Differenzen höchstens nur in der Zahl der Subdivisionen
statt finden, so dürfte wahrscheinlich keine Schwierigkeit ent
stehen, um das, was ich hier erwähnen werde, auf Sekto
ren von einem größern Radius anzuwenden.
Dr. Priestley erwähnet dieses Instruments in seiner
Abhandlung über diePerspekuve. „Ausser dem kleinen Sektor
in einem gewöhnlichen mathematischen T aschenbestck, wollte ich
jedermann rathen, welcherWillens ist, sich mit mathematischen
Verzeichnungen zu beschäftigen, sich auch einen Sektor von
einem Fuß im Radius zuzulegen. Zwei solche Sektoren sind
in vielen Fallen ausserordentlich nüzlich, wenn sie auch eben
nicht schlechterdings erforderlich waren; und ich wünschte,
daß niemand die Ausgaben scheuete, die ein ähnliches gutes
*
gen, wovon ich blos Leupolds Thcatr. mach. Vli orrs Werk-
schule und Scheffelts Unterricht vom Proportionalzirkel (um
gearbeitete Ausgabe vom Prof. Rheibel »781- anführen will.
A. t>. U-