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Title
Transactions of the Symposium on Photo Interpretation

WORKING GROUP 4
RHODY
247
Da diese Untersuchungen noch nicht abgeschlossen sind, soll hier nur ein
kurzer Hinweis genügen.
Bei der neu entwickelten Entzerringsmethode erfolgt die Projektion nicht
auf eine Ebene, sondern auf eine flexible Tischoberfläche. Die flexible Tischober
fläche erhält bei jeder Gebirgsaufnahme, die entzerrt werden soll, neben einer
anderen Neigung auch eine unterschiedliche Form, die eine Näherung an das
Geländerelief darstellt. Dieser Formwechsel vollzieht sich nicht nur von Auf
nahme zu Aufnahme, sondern er ist auch für den Vorgang der optisch
mechanischen Umbildung charakteristisch. Die Umbildung in den orthogo
nalen Grundriss erfolgt durch Planlegung des in der Reliefnäherung expo
nierten photographischen Materials.
Für diese reliefgenäherte, optisch mechanische Umbildung wurde der Be
griff “Umformentzerrung” gewählt. Dieser Begriff wird bereits in der Photo
grammetrie in einem anderen Zusammenhang gebraucht (Schwidefsky, K.
“Ein Hilfsgerät für die photographische Umformung von Messbildern”;
Luftmessung und Luftbildwesen, Berlin, Sonderheft Stockholm, 1956).
Als Grundlage für die Passpunktbestimmung dient eine topographische Karte
und ein quadratisches Gitternetz. Das quadratische Gitternetz wird über die
topographische Karte gezeichnet, die - wenn möglich - im Masstab des her
zustellenden Photoplanes vorliegen sollte. Die Disposition des quadratischen
Gitternetzes (d.h. Grösse der Quadrate, Unterteilung in Facetten) hängt von
der Form des Geländereliefs, der Orographie, der geforderten Genauigkeit,
der Aufgabenstellung und den Aufnahmeverhältnissen ab. Bei der Disposition
wird das quadratische Gitternetz weiter oder enger gestaltet und, sofern not
wendig, in Facetten unterteilt. Durch diese Disposition des quadratischen
Gitternetzes auf der topographischen Karte lässt sich die Genauigkeit variieren.
Ist die Disposition des quadratischen Gitternetzes auf der topographischen
Karte abgeschlossen, so werden die Gitternetzlinien derY- und X-Richtung
von der Karte auf das Bild übertragen. Durch deren Schnittpunkte ergeben
sich die endgültigen Passpunkte für die Umformentzerrung.
Für die Übertragung der Y- und X-Gitternetzlinien benutzt man beliebige Punkte,
die auf den disponierten Gitternetzlinien der topographischen Karte liegen
und sowohl auf der topographischen Karte als auch auf dem Bild identifi
zierbar sind. Die Markierung der Punkte auf dem Bild erfolgt möglichst genau
mit Lupe und Nadel oder unter einem Stereoskop. Die auf der topographischen
Karte geraden Gitternetzlinien erscheinen auf dem Bild als Linien unter
schiedlicher Krümmung. Die Krümmung ist von der Kupierung des Ge
ländes und von der Lage zum Bildnadir abhängig.
Bei der Übertragung der Y- und X-Gitterlinien anhand von zufällig iden
tifizierten Punkten erfolgt eine zufällige Ausgleichung von Höhenunterschie-
den-namentlich in stark kupiertem Gelände. Das ist kein Nachteil der Nähe
rungsmethode, weil es hier in erster Linie auf die Situationsgenauigkeit an
kommt, die teilweise auf Kosten der Lagegenauigkeit erkauft wird. Als tech
nisches Detail ist noch zu erwähnen, dass die Linien und Punkte auf eine glas
klare, dünne Folie übertragen werden, mit der das Bild überdeckt wird. Diese