§§ 431—432
IY, 2. Quaternionen.
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drei Einheitsvektoren a, b, c darstellen, während zwei Seiten die
• . & c
beiden gegebenen Yersoren darstellen, die bezüglich gleich — und
sind. Die dritte Seite stellt den Quotienten von c durch a dar und
ist gleich dem Produktversor der beiden ersten, da
b c l /, 1\ 1 c
_ == _fr c== _ c = _
ab a \ b) a a
ist. Die Multiplikation der Yersoren vollzieht sich also auf
der Kugelfläche so wie die Addition der Vektoren in der
Ebene (§ 389). Zu diesem Resultat kann man auch auf rein trigo
nometrischem Wege gelangen. Umgekehrt ist es leicht, aus dem
soeben erhaltenen Resultate die Fundamentalformeln der sphärischen
Trigonometrie abzuleiten 1 ).
432. Produkt von drei Vektoren. Wir wollen die Resultate
des § 428 zur Aufsuchung des Produktes von drei Vektoren a, b, c
anwenden. Zunächst ist
abc = acPbc -f aVbc,
mithin
cPahc = <£(aVbc), Vabc = a$bc -f V (aVbc).
Aus § 426 ergibt sich, daß der skalare Bestandteil des Produktes der
Vektoren a und 'tyhc gleich
— a i (b 2 c 3 — b 3 c 2 ) — a 2 (b^ — b x c 3 ) — a 3 (b 1 c 2 — b 2 c t )
ist. Mithin ist
0?abc = —
a 1 \ c t
a 2 ^2 ^2
Wir sehen auf diese Weise, daß, abgesehen vom Vorzeichen, der
skalare Teil des Produktes von drei Vektoren das Volumen des über
diesen Vektoren konstruierten Parallelepipeds darstellt. Daraus folgt,
daß das Produkt von drei Vektoren nur dann ein Vektor ist,
wenn die Faktoren in einer und derselben Ebene gegeben
sind. Was den vektoriellen Bestandteil anbetrifft, so erhält man bei
Anwendung der Formeln (4)
2Vabc = 2a$bc + aVbc — V(bc) • a
= a (q?bc + Vbc) -f (q?bc — Vbc) a = abc + cba
und weiter
2 Vabc = a (bc + cb) — (ac + cd)b -f c (ba -f ab)
oder, wenn man wieder auf die Formeln (4) zurückgreift,
(6) Vabc = acPbc — bcPca-\-ccPab.
1) Siebe Hoüel: „Theorie élémentaire des quantités complexes“ (p. 482).