und die Entstehung der krystallinischen Schiefer. 207 |
h | den. Auch sie, als geschmolzene Massen, entstiegen dem Krater in einem
h | wasserhaltigen Zustande; nur pflesten die Umstände nicht der Art zu |
“ sein, dafs dieser Wassergehalt bei der Erstarrung der Laven als ein che-
e mischer Bestandtheil in ihnen zurückgehalten wurde.* Die Plutonite, in
r dieser Beziehung genetisch von den Vulkaniten nicht trennbar, befanden
t sich, obgleich ursprünglich als geschmolzene Massen auftretend, hierbei
N unter der gleichzeitigen Mitwirkung des Wassers, welches noch gegen-
wärtig als chemischer Bestandtheil in ihnen angetroffen wird. Scheerer
1 hält also den wässrigfeurigen Flufs für alle plutonischen und vulkanischen
2 Gesteine fest und bedingt den Unterschied zwischen ihnen durch die Art
N ihrer Erstarrung. Nachdem Scheerer seine 9 chemischen Gesteinstypen
so gebildet hat, dafs er den dritten Theil des Sauerstoffs vom Wasser
zum Sauerstoff der Basen RO addirt, weil 3 Atome Wasser in der che-
3 mischen Rolle von 1 Atom MgO, FeO, MnO, CaO auftreten, gelangt er
dahin, die Gneuse, Granite, Bunsen’s Normaltrachyt u. s. w. zu den
e Plutoniten zu rechnen, dagegen Augitporphyr, Bunsen’s Normalpyroxen-
\ sestein, Gabbro-Hypersthenit, Diorit, Dolerit, Basalt u. s. w. als Vuleanite
aufzufassen. Lälst sich geognostisch gegen diese Trennung sehr Gewich-
tiges einwenden, so ändert sich auch, wenn man den Wasserstoff als Vertre-
ter der einwerthigen Elemente (Kalium, Natrium u. s. w.) in manchen der
früher als wasserhaltig betrachteten Mineralien auffafst, in anderen die
Aufnahme des Wassers als Wirkung der Verwitterung anerkennt, das
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chemische Bild sehr bedeutend.
Nach B. Cotta!) kann dichter Kalkstein oft durch Wärme stär-
ker erweicht werden als die ihn einschliefsenden Gesteine und dann in
diesem erweichten Zustande, der Form nach eruptiv, in die Umgebung
eingeprefst werden, so dafs er aufser regelmäfsigen Lagern Gänge, Ver-
ästelungen und stockförmige Massen zu bilden vermag. Damit ist kry- i
stallinisch körnige Erstarrung und die bekannte Contaktbildung verbun- |
den. Cotta hält es für möglich, dafs Thonschiefer und Schieferthon mit a
seinen Kalksteinen in glimmerhaltigen körnigen Kalk, welcher parallel der
Schieferung liegt, umgewandelt wird. (Zaunhaus in Sachsen, Wunsiedel.) ii
me. Sm en nee men sr a ne Tu Sem nam
1) Zs. geol. Ges. 4. 47. 1852 und schon früher seit 1834. (Jahrb. Min. 37 u. 329.)