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in Papier oder besonderen losen, auf der Waagschaale lie
genden Schaalen zu wiegen, führen die Möglichkeit eines
Verlustes durch Anhaften mit sich.
Zur Feststellung einer Retorte oder eines Kolbens auf
der Waagschaale bedient man sich eines kleinen Cylinders
von Messing, hartem Holz oder Glas, der um die Schnüre,
von denen die Waagschaale getragen wird, angebracht ist,
und der sich auf- und abwärts schieben lässt, so dass man
vermittelst seines Herabschiebens den Abstand zwischen der
Schaale und der Stelle, wo die Schnüre der Schaale Zu
sammengehen, verkürzen kann.
Aus den schon im ersten Theile angeführten Gründen
darf man pulverförmige oder poröse Körper nicht in feuchter
Luft und offenen Gefässen wiegen. Wenn eine solche Wä
gung nothwendig ist, muss sie, nach vorhergegangenem
Erhitzen, in einem Tiegel mit aufgelegtem Deckel oder in
einem lose verschlossenen Glaskolben geschehen; denn an
ders enthalten sie mechanisch eingesogenes Wasser, oder
sie saugen es während des Wägens ein. Auch darf man
nicht einen Körper wiegen, der eben aus einem kälteren
Raum in einen wärmeren kommt; ferner keinen Körper, der
noch heiss ist, weil ein solcher in Folge des aufsteigenden
Luftstroms leichter scheint, als er wirklich ist. Pulverför
mige Körper, die gewogen werden sollen, müssen in dem
Gefässe, worin dieses geschehen soll, getrocknet und darin,
bei aufgelegtem Deckel, unter einer Glasglocke neben einer
Schaale mit concentrirter Schwefelsäure erkalten gelassen
werden, worauf man ihr Gewicht so schnell wie möglich
nimmt. Auf die Waage darf man nicht unmittelbar das
Sonnenlicht fallen lassen, weil die dadurch entstehende un
gleichförmige Erwärmung ein falsches Resultat veranlasst.
Während des Wägens muss die Waage vor allem Luftzug
geschützt sein, und daher in einem Gehäuse stehen, das
mit einer Glasthüre oder einem gläsernen Schieber versehen
ist, den man bei Beobachtung des Gleichgewichts zumacht.
Ein Chemiker, der zuweilen Reisen macht, auf denen
er in den Fall kommen kann, Untersuchungen anzustellen,
hat eine tragbare Waage nöthig. Eine gute Waage führt
man nicht gern mit sich, da sie so leicht einer Beschädigung