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Zweites Capitel.
Einfluss der Elektrolyse auf den Leitungswider-
stand und die elektromotorische Kraft ım
Schliessungskreise.
698 Die Intensität eines galvanischen Stromes, welcher einen Elektrolyt
durchfliesst, kann auf verschiedene Weise in Folge der elektrolytischen
Processe geändert werden.
1) Indem sich auf der einen oder anderen Elektrode oder an der
Contactstelle zweier in den Stromkreis eingefügter Elektrolyte Substan-
zen abscheiden, welche dem Strome einen anderen Widerstand darbieten,
als die Elektrolyten selbst. Diese Erscheinungen bedingen das Auftreten
des Widerstandes des Ueberganges, der unipolaren Leitung und
des secundären Widerstandes.
2) Indem sich an den Elektroden durch den elektrolytischen Process
aus den Elektrolyten Stoffe abscheiden, welche entweder a) für sich be-
sondere elektromotorische Wirkungen gegen die Elektroden oder den
Elektrolyt ausüben, oder b) die Oberflächen der Elektroden verändern,
so dass dieselben anders elektromotorisch wirken, als vorher. Wir wer-
den diese Verhältnisse in dem Abschnitte: „Polarisation“ näher an-
geben.
A. Widerstand des Ueberganges.
699 Der Einfluss der Elektrolyse auf den Widerstand der Schliessung
zeigt sich namentlich deutlich, wenn eines der aus dem Elektrolyte ab-
geschiedenen Ionen sehr schlecht leitet, oder wenn eines der Ionen sich
mit der Eektrode zu einer schlecht leitenden Verbindung vereint, und s0
die Elektrode mit einer dichten, schlecht leitenden Schicht überzogen
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