Full text: Lehrbuch der Elektricität und des Magnetismus (2. Band)

  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
   
500 Elektrische Messungen. 
oder, indem man die Drahtlänge /, die gesammte Windungszahl n, die Länge 
der Rolle, Z, den mittleren Radius a und den Radius des mittleren Kreises, 
ni -(@ )- 
Ln\a 
Die Wirkung der Grundflächen wird wie im Artikel 769 berechnet. 
1117. — Was die Messung der Hilfsgrössen betrifft, die noch in dem 
Ausdruck für den Widerstand R vorkommen, so ist es wieder am einfachsten, 
die Constanten der Galvanometer und das Verhältnis der Componenten des 
Erdmagnetismus durch einen gemeinsamen Strom zu eliminiren, der in der 
Bussole eine Ablenkung A, und im ballistischen Galvanometer, welches mit 
einem Shunt u. versehen wird, eine Ablenkung Öö liefert. Dann ist 
Mtgß ptgo 
Prigiitase 
a,, einführt, 
R=%ı 
Die Abstände der Skalen brauchen nicht mit grosser Genauigkeit ge- 
messen zu werden, da die Winkel ß und A einer- und ö und « andererseits 
in der Formel nur mit ihren Verhältnissen vorkommen; die Correktionen 
wegen der Länge der Nadeln bleiben sehr klein. 
Ein Shunt ist hierbei zur Vergleichung der Galvanometer nötig; die 
Versuche von Mascart und von Glazebrook*), die nach diesem Verfahren 
angestellt sind, zeigen, dass dasselbe mit den passenden Vorsichtsmassregeln 
sehr genaue Resultate liefern kann. 
Um die Verwendung eines Shunt zu vermeiden, wählten Rowland**) 
und F. Weber***) eine complieirtere Anordnung. Das ballistische Galvano- 
meter besteht aus zwei symmetrischen Rollen, deren Dimensionen so gewählt 
sind, dass man die Constante g berechnen kann. Eine von jenen unab- 
hängige Rolle, die aus einem einzigen Draht besteht und in der Symmetrie- 
ebene steht, bildet mit derselben Nadel eine Tangentenbussole, deren Üon- 
stante g’ leicht mit grosser Genauigkeit erhalten wird. 
Man lässt einen und denselben Strom durch die Bussole, die zur Messung 
des inducirenden Stromes dient, und durch die eindrahtige Rolle gehen; 
die Ablenkungen A und Ö’ ergeben 
H h 
G tg. A— ® tg’, 
und der Ausdruck für den Widerstand geht über in 
R RER Ir M g tg B tg ö 
v = 20T Sek 
TOWÄA a 
  
*) Glazebrook, Phi. Tr. R. S. L., 1885, pg. 223. 
**) Rowland, Amer. Journ. of sc, and arts, t.XV, pg. 281, 235, 429; 1878. 
»=#) FE, Weber, Vierteljahrsschrift der naturf. -Gesellsch. in Zürich, 22. Jahrg., 
pg. 273, 1877. — Phil. Mag. [6]. t.V, pg. 30, 127, 189; 1877. 
      
  
  
  
   
  
  
  
  
  
  
  
   
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
   
  
  
  
  
   
   
  
  
  
   
  
   
   
  
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.