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unter welchem das Licht auf die Ebene fällt, des Polariſationswinkels, meſſen
zu können. Bei dem Gebrauche ſolcher Inſtrumente hat man dafür Sorge zu
tragen, daß die Richtung des von der Mitte des einen Polariſationsmittels
zu der des andern fich fortpflanzenden Lichtes mit der Hauptare des Inſtru-
ments parallel laufe.
Worin unterſcheidet ſih das polariſirte Licht vom nicht polariſirten ?
Fragt man nach dem Grunde, wodur< ſi< verſchiedene polariſirte Lich-
ter von einander und vom gemeinen, no< unpolariſirten Lichte unterſcheiden,
fo fommt man, hat man fich erſt auf den Standpunkt gefeßt, von wo aus
man das Licht als Schwingungen der Aethertheilchen betrachtet, faft mit Noth-
wendigkeit auf den Gedanfen, daß das polarifirte Licht ſowohl an feinen ver-
fchiedenen Stellen als im Verlauf der Zeit Licht mit einer unveränderlichen
Schwingungsrichtung ſei, und die ‘verſchieden polariſirten Lichter blos darum
verſchieden ſind, weil deren Schwingungsrichtungen von einem zum andern
ſi< ändern. Unter dem gemeinen, nicht polariſirten Lichte hätte man fich
dann ein ſoles vorzuſtellen, in welchem verſchiedene Schwingungsrichtungen
an derſelben Stelle ſi fuccediven, fo daß man fich im gemeinen Lichte das-
ſelbe Aethertheilchen im Laufe der Zeit mit wechſelnder Schwingungsrichtung
vorzuſtellen hätte. Geht man von der unter Vorausſezung, daß im Bereiche
eines polariſirten, Lichtes nur eine und dieſelbe Schwingungsrichtung herrſche,
natürlichften Annahme aus, daß die Schwingungsrihtung fenfredt
auf der Bolarifationsebene ftehe, fo wird man mit Nothiwendigfeit
auf folgende weitere Folgerungen hingeführt:
1) In dem dur< Spiegelung polariſirten Lichte ift die
Schwingungsrichtung fenfredt zur Reflerionsebene anzuneh-
men. Durch die Stellung einer Ebene iſ die Lage der auf ihr jenfrechten
Geraden mit voller Beſtimmtheit gegeben; daher iſ die Schwingungsrichtung
in einem dur< Reflexion polariſirten Lichte zugleich mit deſſen Reflerionsebene
gegeben. Die auf der Polariſationsebene ſenkrehte Gerade läuft mit der ſpie-
gelnden Ebene parallel.
2) In dem durch einfache Brechung polariſirten Lichte hätte
man deſſen Shwingungsrichtung ſich ſenkrecht auf der Ebene
zu denken, welche durch den Lichtſtrahl geht und ſenkrecht auf
der Refractionsebene ſteht. Eine Gerade, welche fenfrecht auf einer
Ebene ſteht, läuft mit jeder Ebene parallel, die ſenkrecht auf der vorigen ſteht ;
daher läuft die Schwingungsrichtung des durch einfache Brechung polariſirten
Achtes mit der Refractionsebene parallel.
3) Das in einem optifch einaxigen Kryſtall erzeugte ge-
wöhnliche Licht hat den Hauptſchnitt des Kry ſtalls zu ſeiner Po-
lariſationsebene, wie vorhin angegeben worden iſt; daher ſteht