Full text: Die Koordinaten-Ausgleichung nach Näherungsmethoden in der Klein-Triangulierung und Polygonalmessung

Einleitung. 
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von ihm aufgestellte oder befürwortete Näherungsmethoden 
aufzugeben, wenn sich ihm ein einfacherer oder den theo 
retischen Grundsätzen mehr anschmiegender Weg zeigte und 
möchte dies nicht als leichtfertige Inkonsequenz, als viel 
mehr aus dem Streben nach Vervollkommnung hervor 
gangen betrachtet wissen 
Die Berechtigung solcher Näherungsmethoden für die 
niedere Geodäsie überhaupt wurde dabei in dem Vorher 
gehenden als zweifellos vorausgesetzt. In der Tat dürfte 
diese Frage heute kaum mehr diskussionsfähig sein. Selbst 
der empirischste Empiriker muss heute zugeben, dass sein 
beliebtes „arithmetisches Mittel“ weder den verfeinerten 
Messungsoperationen noch den gesteigerten Anforderungen 
an die zu erlangenden Resultate mehr entspricht, und auch 
der Theoretiker der strengsten Observanz wird einräumen, 
dass die Rechnungsvorschriften der Methode der kleinsten 
Quadrate nicht ohne Weiteres auf die in Rede stehenden 
Arbeiten allgemein übertragbar sind — aus eminent praktischen 
Gründen. Dass solche praktische Erwägungen , wenn auch 
in abgemindertem Masse, sogar in den höheren geodätischen 
Operationen zur Geltung gelangen müssen, ist ja allgemein 
anerkannt. Man sieht sich der sonst kaum zu bewältigenden 
Rechnungsarbeit wegen genötigt, ein ausgedehntes Dreiecks 
netz in kleinere Partialnetze zu zerlegen, diese successive 
für sich auszugleichen und dabei die ausgeglichenen Ele 
mente eines vorangehenden Netzes für die Ausgleichung eines 
folgenden als fest oder unveränderlich zu betrachten. Das 
hierin liegende Element einer gewissen Willkür wird gern 
absichtlich übersehen, denn man würde dann zugeben müssen, 
dass die vollkommeu strenge Ausgleichung, d. h. diejenige 
welche die notwendigen Verbesserungen der unmittelbaren 
Beobachtungsresultate für ein ganzes Operationsgebiet gleich 
zeitig im Zusammenhänge und ohne mindeste Einführung 
einer mehr oder minder willkürlichen Trennung in einzelne 
Teile bestimmt — dass ein solches Ideal für die praktische 
Geodäsie immer nur näherungsweise erreichbar ist 
Trifft dies schon für die primären Punktsysteme zu, 
so wird man für die folgenden successive weiter gehen und
	        
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