Full text: Ausgleichung der Beobachtungsfehler nach der Methode der kleinsten Quadratsummen

Dienger, Methode der kleinsten Quadratsumnicn. 
c 
Prüfung von Hypothesen. 81 
und hieraus die wahrscheinlichsten Werthe von A, B, G nach 
§. 3 [Gleichung (11)] ziehen. Sind diese bestimmt, so ermittle 
man nach §. 10 den wahrscheinlichen Fehler der Beobachtung 
vom Gewichte 1, wodurch auch die wahrscheinlichen Fehler der 
Beobachtungen von den Gewichten g x , ..., g m bekannt sind. 
Fallen nun diese wahrscheinlichen Fehler so aus, dass der Beob 
achter sie für seine ihm durch lange Uebung bekannte Beobach 
tungsweise für zulässig hält, so wird man sich mit (b), d. h. mit 
den drei ersten Gliedern von («) begnügen können; fällt dage 
gen der wahrscheinliche Fehler zu gross aus, so ist dies sicher 
ein Zeichen, dass man mit (b) sich nicht begnügen kann, sondern 
entweder mehr Glieder von (a) nehmen muss, oder gar der 
Grösse F eine ganz andere Form zu geben hat. 
Sind, wie fast immer, alle gemachten Beobachtungen vom 
gleichen Gewichte, so kann man, wie in §.11 geschehen, nach 
seh en, ob die wirkliche Vertheilung der Beobachtungsfehler der 
theoretischen (§. 2) entspricht. Ist dies der Fall, so hat man 
einen weiteren Prüfstein für die Zulässigkeit der angenommenen 
Form; ist es nicht der Fall, so wird man für F eben weitere 
Glieder zu nehmen haben. 
Selbst in dem Falle, da die Form der Grösse F in (a) zum 
Voraus bekannt ist, wird man dieses letzte Prüfungsmittel an 
wenden, da, falls es zutrifft, dadurch bestätigt ist, dass die Vor 
aussetzungen, die wir in §. 1 in Bezug auf die zufälligen Beob 
achtungsfehler machten, erfüllt sind, also namentlich nicht etwa 
constante Beobachtungsfehler, deren Quelle mithin entdeckbar 
ist, Vorkommen.
	        
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