Umlegung und Aufrichtung der Ebenen: Probleme. 54. 177
a) Man legt das Dreieck ABC um, bestimmt in der Umlegung
den ihm um geschriebenen Kreis K und verzeichnet seine Projectio-
nen; dieselben sind Ellipsen und je zwei rechtwinklige Durchmesser
des Kreises liefern durch ihre Projectionen ein Paar conjugierte
Durchmesser dieser Ellipsen — man wählt den zur Drehungsaxe
parallelen und den zu ihr normalen Durchmesser, weil sie die Axen
der Ellipse in der gleichnamigen Projection liefern. Aus solchen zwei
Durchmessern construiert man die Ellipse nach § 34.; 17., oder man
bestimmt weitere Punkte und Tangenten der Projectionen durch die
bekannten Punkte und Tangenten des Kreises in der Umlegung, natür
lich unter Benutzung der Relationen der perspectivisch affinen
Systeme und der axialen Symmetrie der Ellipse (§ 21., b.; § 34.; 1, 7).
b) Man bestimmt die Projectionen des Mittelpunkts M des
Kreises ABC als des Durchschnittspunktes der Normalebenen zu den
Seiten durch ihre Mittelpunkte mit seiner Ebene, vollzieht dann die
Umlegung in die Parallelebene zu einer Projectionsebene durch diesen
Mittelpunkt, d. h. macht den zu dieser Projectionsebene parallelen
Durchmesser zur Drehungsaxe; verfährt aber übrigens wie bei a).
Die Projection eines Kreises aus Ebene, Mittelpunkt und Halb
messer ist hieran zu knüpfen.
Fig. 105.
11) Man projiciere ein Dreieck ABC orthogonal so, dass sein
Bild einem gegebenen Dreiecke ähnlich werde — mittels der Be
merkung über die Rechtwinkligkeit der Doppelstrahlen der projec-
tivischen Büschel aus Punkten der Affinitätsaxe zwischen Umlegung
und Projection. Man trage an ABC (Eig. 105) etwa in A i BC ein
dem gegebenen ähnliches Dreieck an und lege den Kreis aus einem
Punkte von BC durch die Punkte A, A t , welcher die erstere Gerade
in В und E durchschneidet. Ist dann L AED >> L A { ED, so kann
А E die Affinitätsaxe und А D die Richtung der entsprechen-
Fie dl e r, darstellende Geometrie. 2. Aufl. 12