Full text: Lehrbuch der gesammten Färberei auf Wolle, Seide, Leinen, Hanf und Baumwolle.

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dur<h Anwendung der möglich geringſten Quantität 
Brennmaterial auh den nöthigen Grad von Wärme 
ibt, 
y Die vortheilhafteſie Einrichtung der Feuerſtätte 
findet man in Hölterhoffs Werke: „Die Merkität: 
ten des Färbens, Drudens und Bleichens“ befchries 
ben *), worin überhaupt alles, was zu einer Fär- 
berei gehört, genau beſchrieben, manche ‘ſehr nach: 
theilige Mängel gezeigt , und mehrere nüßliche Eins 
richtungen angegeben find, 
Indeſſen wäre, bei dem in mehreren Gegenden 
Deutſchlands immer mehr überhand nehmenden Holz- 
mangel ſehr zu wünſchen, daß man, wenigſtens in 
großen Färbereien, von Numfords Erfindung, durch 
den heißen Dunft aus einem Keſſel mehrere Keſſel 
zu erhißen, ebenfalls, wie bereits in Frankreich ge- 
ſ{iehet, Gebrauch machte, Die Beſchreibung dieſer 
Einrichtung, die jezt auch in Deutſchland angewen- 
det wird, findet man in Hermbſtädts Magazin für 
Färber Bd, 3, ferner in Dinglers Anleitung zur 
Benutzung der Waſſerdämpfe, Augsburg, 1818, 
Der Einfluß des Wärmeſtoffs auf die Opera: 
tionen des Färbens iſt leiht zu begreifen, wenn 
man darauf Acht hat, daß 1) die Wirkung deſſelz 
ben, welche die Fäschen des. Leinen und der Baum- 
wolle gewiſſermaßen ‘von einander Iöfet, ihren Zus 
ſammenhang ſ{<wäct, und dadurch. ihre Verbindung 
ſowohl mit den Beizen, als mit den Farbeſtoffen 
erleichtert, welche ohne diefes nicht fattfinden wide; 
daß man 2) einzig nur durch feine Kraft im Stande 
iſt, die Farbeſtoffe aus den Farbematerialen gänz: 
lich auszuziehen; daß 3) eine jede Operation. einen 
beſtimmten Grad der Wärme erfordert, den man 
‚genau beobachten muß, um die Farbe, die man ver; 
  
*) ©, 58 — 70, 
     
  
   
    
  
   
  
  
    
   
   
   
    
    
   
    
  
  
  
   
    
    
   
  
   
   
   
   
    
  
  
   
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