Full text: Das Schleifen und Poliren der Werkzeuge und Instrumente, ferner auf Stahl, Eisen und andern Metallen, sowie auf Steinen, Glas, Holz, Horn, Elfenbein etc.

     
    
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
    
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ſägen. Uebrigens iſ dieſes Verfahren koſtſpielig, 
weil man dabei viele kleine, nur zum Pülvern taug- 
liche Bruchſtücke erhält. 
Man ſtellt öfters Schleiffteine durch Kunft dar. 
Hierzu gehört der fünſtlihe Bimsftein aus der 
$. Hardtmuth’fhen Fabrik in Wien, welcher ſich 
einen guten Ruf erworben hat. 
Gr wird in Stüden von der Geſtalt und Größe 
der Mauerziegeln verkauſt. Seine Bereitungsart iſt 
niht bekannt; nah einer unverbürgten Nachricht ſol- 
len thon - oder kalfhaltiger Sand und reiner, feiner 
Quarzſand zuerſt einzeln gebrannt, dann mit gepoch- 
tem, gebranntem Thone vermengt, fein gemahlen und 
in thönernen Kapſeln der hefligſten Hite des Stein: 
gutbrennofens ausgeſeßt werden. Durch dieſes Bren- 
nen badt die Maſſe ſtark zuſammen, ohne ihre Po- 
roſität ganz zu verlieren; vielleicht jegt man auch, 
um die Zuſammenſinterung zu befördern, in geringer 
Menge ein Schmelzmittel, etwa Bleiglätte, zu. 
Steine nach Art der feinen Sandſteine können 
ganz allein aus feuerfeftem , ſih ſehr hart brennen: 
dem Thone dargeſtellt werden, indem man dieſen 
durch die gewöhnlichen Mittel des Tretens, Schnei- 
dens und Knetens von Steinchen und groben Sand- 
förnern befreit, in die Geſtalt der Schleifſteine formt, 
recht vollkommen an der Luft austro>net und endlich 
bei ſehr ſtarkem und anhaltendem Feuer brennt, Oder 
man zerſtößt Abfälle von feinkörnigem, ‘hartem Thon- 
ſandſtein zu Pulver , knetet dieſes mit dünnem Thon- 
ſchlamm zu einem Teige, preßt in Formen und brennt 
im Scharffeuer des Steingutofens. Zu den beſten 
fünſtlihen Schleifſteinen gehören die aus Sand und 
Schella>, welche als Drehſteine angewendet den Vor- 
theil gewähren, daß ſie bei’m Schleifen einen ſ{<we- 
ren Staub geben, der niederfällt und fich nicht fo in 
der Werkſtätte verbreitet, wie jener vom Trodenfchlei-
	        
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