300
Auszahlung zu wenig verlangt. Wollte mau gar keine Zinsen vergütigen, so
beständen die Zähler der obigen Quotienten aus der Summe der Zahlen der
Sterbenden, d. h. aus den Lebenden des Aufnahmealters, die Nenner aber aus
der Summe der Zahlen der Lebenden dieses und der höheren Alter, so daß
schon der erste Quotient gleich 1 wäre, d. h. die Mitglieder hätten alsdann
schon beim Eintritte das ganze Sterbegeld einzuzahlen, wie sich das von
selbst versteht.
Es ist im Allgemeinen einleuchtend, daß selbst von den in späteren Altern
beigetretenen die am längsten lebenden Mitglieder nur wenig mehr, als das
versicherte Begräbnißgeld beträgt, einzahlen werden, indem die Ausfälle au die
früher verstorbenen durch die Zinsen der Ueberschüsse gedeckt werden. So
sollen z. B. sechsundfunfzigjährige Personen nach dem Tarif den jährlichen Bei
trag 0.06008 leisten, wonach sie etwa in siebzehn Jahren das volle Sterbegeld
entrichtet haben, während zu dieser Zeit von 246 aufgenommenen Mitgliedern
nur noch 85 leben, welche 1.030 eingezahlt haben; im nächsten Jahre haben
77 Mitglieder je 1.090, im darauf folgenden 71 Mitglieder 1.150, ein Jahr
später 69 Mitglieder 1.210 gezahlt u. s. w. Man wird daher mit derjenigen
Anzahl der Jahre beginnen, welche sich ergiebt, wenn man mit den lebensläng
lichen jährlichen Beiträgen in 1 dividirt und alsdann, wenn das betreffende
Vielfache der Summe der abgezinsten Zahlen der Todten größer sein sollte, als
die entsprechende Summe der abgezinsten Zahlen der Lebenden, einerseits die
Summe der abgezinsten Zahlen der Todten, andrerseits von hinten anfangend,
die abgezinste Zahl der Lebenden so lange snbtrahiren, bis man auf ein solches
Vielfache kommt, das der betreffenden Summe gleich, oder doch zunächst kleiner
als dieselbe wird. Hat man auf diese Weise die Anzahl der Jahre für die
Beitragszeit gefunden, so dividirt man damit in 1, um den zugehörigen Beitrag
zu erhalten. Hiernach wird die nachstehende Berechnung von selbst verständlich
sein, wenn man dabei nur Tab. VII 0, Col. 6 und d zu Hülfe nimmt, sich
auch erinnert, daß man die Summe einer beliebigen Menge der abgezinsten
Zahlen der Lebenden am einfachsten durch Subtraktiou zweier bis zu Ende
gehenden Summen findet.