Full text: Vollständige Anweisung die Lebensfähigkeit von Versicherungs-Anstalten in Bezug auf das menschliche Leben und Sterben zu untersuchen

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Auszahlung zu wenig verlangt. Wollte mau gar keine Zinsen vergütigen, so 
beständen die Zähler der obigen Quotienten aus der Summe der Zahlen der 
Sterbenden, d. h. aus den Lebenden des Aufnahmealters, die Nenner aber aus 
der Summe der Zahlen der Lebenden dieses und der höheren Alter, so daß 
schon der erste Quotient gleich 1 wäre, d. h. die Mitglieder hätten alsdann 
schon beim Eintritte das ganze Sterbegeld einzuzahlen, wie sich das von 
selbst versteht. 
Es ist im Allgemeinen einleuchtend, daß selbst von den in späteren Altern 
beigetretenen die am längsten lebenden Mitglieder nur wenig mehr, als das 
versicherte Begräbnißgeld beträgt, einzahlen werden, indem die Ausfälle au die 
früher verstorbenen durch die Zinsen der Ueberschüsse gedeckt werden. So 
sollen z. B. sechsundfunfzigjährige Personen nach dem Tarif den jährlichen Bei 
trag 0.06008 leisten, wonach sie etwa in siebzehn Jahren das volle Sterbegeld 
entrichtet haben, während zu dieser Zeit von 246 aufgenommenen Mitgliedern 
nur noch 85 leben, welche 1.030 eingezahlt haben; im nächsten Jahre haben 
77 Mitglieder je 1.090, im darauf folgenden 71 Mitglieder 1.150, ein Jahr 
später 69 Mitglieder 1.210 gezahlt u. s. w. Man wird daher mit derjenigen 
Anzahl der Jahre beginnen, welche sich ergiebt, wenn man mit den lebensläng 
lichen jährlichen Beiträgen in 1 dividirt und alsdann, wenn das betreffende 
Vielfache der Summe der abgezinsten Zahlen der Todten größer sein sollte, als 
die entsprechende Summe der abgezinsten Zahlen der Lebenden, einerseits die 
Summe der abgezinsten Zahlen der Todten, andrerseits von hinten anfangend, 
die abgezinste Zahl der Lebenden so lange snbtrahiren, bis man auf ein solches 
Vielfache kommt, das der betreffenden Summe gleich, oder doch zunächst kleiner 
als dieselbe wird. Hat man auf diese Weise die Anzahl der Jahre für die 
Beitragszeit gefunden, so dividirt man damit in 1, um den zugehörigen Beitrag 
zu erhalten. Hiernach wird die nachstehende Berechnung von selbst verständlich 
sein, wenn man dabei nur Tab. VII 0, Col. 6 und d zu Hülfe nimmt, sich 
auch erinnert, daß man die Summe einer beliebigen Menge der abgezinsten 
Zahlen der Lebenden am einfachsten durch Subtraktiou zweier bis zu Ende 
gehenden Summen findet.
	        
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