Sechster Abschnitt. Anwendung der Differential-Rechnung usw. 351
Bei der in der Figur dargestellten Lage der Punkte T, N
gegen P fallen t, n beide positiv, bei der entgegengesetzten
Lage beide negativ aus.
Beispiele. 1) Als Parabel im allgemeinen Sinne bezeichnet
man jede Kurve, deren Gleichung die Form
y = ax m
besitzt; m heißt die Ordnung der Parabel, gleichgültig ob es
eine positive oder negative, rationale oder irrationale Zahl ist.
Es ist die Subtangente für den Punkt xjy dieser Kurve zu
bestimmen.
Weil y = max m ~ 1 = -Jjr, so ist
t= X ,
m 7
die Subtangente also der m-te Teil der Abszisse. Diese Eigen
schaft ermöglicht bei rationalem m eine einfache Tangenten-
und Normalenkonstruktion.
So ist für die gewöhnliche Parabel entweder m = 2 oder
m = * , je nachdem die Ordinaten- oder Abszissenachse die
Achse der Kurve bildet, und dementsprechend ist
t = y , bzw. t — 2x.
2) Die durch die Gleichung
(29) y = ae a
dargestellte transzendente Kurve führt den Namen logarith-
mische Linie, weil die durch a gemessenen Abszissen die natür
lichen Logarithmen der durch a gemessenen Ordinaten sind.
Es soll für diese Kurve die Subtaugente bestimmt werden.
Weil y
so ist
t = a,
die Subtangeute also konstant.
Konstruiert man aus den beiden iogarithmischen Linien
X X
y = ae a , y — ae a
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