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Zweiter Teil. Integral-Rechnung.
Hiernach ist beispielsweise
X
und da für 0 < x < 1 negativ, für x > 1 positiv ist, so ist
X
X
die durch / f— definierte Funktion von x = 0 bis x = 1 ab-
J l x
o
nehmend, von x — 1 an wachsend, und hat an der Stelle x = 1
ihren kleinsten Wert.
X
a
wenn man y = f{x) als Gleichung einer Kurve CM (Fig. 121a)
in rechtwinkligen Koordinaten ansieht, durch die Fläche APMC
gegeben.*) Bei dieser Auffassung sagt die Gleichung (1), der
Differeutialquotient der Fläche AP MC in bezug auf die End-
Fig. 121 b.
Fig. 121a.
y
c
c
Wa
abszisse OP = x sei die Endordinate PM, und das Differential
dieser Fläche das Rechteck aus dieser Ordinate mit dem Dif
ferential jener Abszisse. Wird dieses letztere Differential als
positiv festgesetzt, so ist das Flächendifferential positiv oder
negativ, stellt also eine Zu- oder eine Abnahme der Fläche
vor, je nachdem f{x) > 0 oder f(x) < 0; den Stellen, wo f(x) = 0,
entsprechen also im allgemeinen extreme Werte der Funktion
X
j*f(x) dx
a
*) In allgemeinster Fassung bedeutet das Integral die algebraische
Summe der von dem Linienzug AP MC umschlossenen Flächen, die im
positiven Sinne umfahrenen positiv, die im entgegengesetzten Sinne um
fahrenen negativ genommen (Fig 121b).