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Erster Abschnitt.
man kann also mit demselben Rechte sagen, es sey
. . DE . AE
smA = Äb’ cosA= äd’
wie man in (1) und (2) diese Grössen erklärt hat, d. h. man kann
statt des Dreiecks ABC das Dreieck AED zur Erklärung von sinA
und cosA wählen, ohne dadurch eine Verschiedenheit in diese Er
klärung zu bringen.
Daraus folgt auch ganz unmittelbar, dass irgend zwei recht
winklige Dreiecke, die denselben Winkel A enthalten, zur Erklä
rung von sinA und cosA in der angegebenen Weise benützt werden
können, indem sie ähnlich sind, also für die betreffenden Quotienten
dieselben Werthe geben.
Die vier Grössen sinA, cosA, tgA, cotgA werden wir zuweilen
trigonometrische Funktionen* oder auch trigonometrische
Brüche nennen, wenn gleich „goniometrisch“ das richtigere Wort
wäre.
§• 3.
Aus den Erklärungen des §. 2, nämlich aus
den Gleichungen (1) und (2) erhält man, wenn
man die Quadrate von sin A und cos A mit
sin 2 A, cos 2 A bezeichnet:
Fig. 2.
C
woraus folgt;
/
Z.
A
B
Da aber nach dem pythagoräischen Satze:
BC 2 -j-AB 2 — AC 2 ,
so ist dieser Quotient = 1, also hat man für einen Winkel A immer:
sin 2 Acos 2 A= 1. (5)
Wir setzen dabei natürlich A-< 90° voraus. Hieraus ergibt sich
wieder, dass weder sinA, noch cosA je grösser als 1 seyn kann.
* Unter Funktion versteht man in der Mathematik überhaupt eine Grösse,
deren Werth vom Werthe einer andern abhängt und sich also mit letzterm ändern
■wird. Da nun die Grössen sinA, cosA, tgA, cotgA so beschaffen sind, dass ihre
Werthe vom Werthe des Winkels A abhängen , so sind sie Funktionen dieses
Winkels.