236
laſſen z diejenigen, welche noh Kryſtalliſirſhüſfeln an:
wenden, haben keine Formen und erhalten ihren Zuk:
fer durch die langſame Kryſtalliſation, Bei Cambrai
beſteht cine Fabrik, und dies iſt nicht die einzige, wo
man den eingekochten Syrup in Kryſtallifirſchüſſeln gibt
und Zuder dur die raſche Kryſtalliſation gewinnt.
Zu Famars bei Valenciennes filtrirt man den |
Saft durch gekörntes Beinſchwarzz der bis auf 12° |
B. eingedi>te Syrup wird mit feingepülvertem Beins |
ſchwarz geklärt und läuft durch die Taylor?’ ſchen |
Filter, Nachdem er bis auf 269 B. eingekocht if, |
wird er abermals durch gekörntes Beinſchwarz filtrirt. |
Bei Lille beſteht eine Fabrik, in welcher der geläu: |
terte Saft durch zwei über einander geſtellte Du -
mont’ ſche Filter laufen muß. Bis zu 12° B, einz
gedi>t, wird der Saft nochmals filtrirt, ſodann bis
zu 260 B. eingekocht und dur) 3 über einander ge:
ſtellte Filter filtrirt, ſo daß er aus dem einen ins
andere fällt. Bei Hrn. Crespel wird weder Saft,
noch Fyrup filteirt, Sondern pulverifirtes Beinfchwar;
dem einzudicenden Safte zugefeßtz der erhaltene
Syrup wird geklärt, alsdann in Kufen gebracht, in |
welchen er abſezi. E83 gibt endlich in der Gegend |
von Lille und von Valenciennes Fabrikanten, die es
ſoweit gebracht haben wollen, Zuder ohne Melaſſe zu
fabriciren. Wir wollen nicht unterſuchen, wie weit
dieſes wahr ſey.
Ehe wir die verſchiedenen Apparate und Ver-
fahrungsarten befchreiben, deren fi die Zuderfabri:
Fanten bedienen, und von den Vortheilen und Nach:
theilen derſelben ſprechen, wollen wir die beiden Ver:
fahrungsarten näher beleuchten, die am gewöhnlichſten
in Anwendung ſind, nämlih die Darſtellung des ¿
Runkelrübenzu>ers durch Maceration und die Dar:
ſtellung defjelben durch Neibemafchinen und Preſſen.