Eine Schöne Art Ocker iſt der Goldoder.
Ehinefergelb, eine dem gelben Oer ähnliche
dunfelgelbe oder vielmehr bräunlichgelbe Farbe, die eben:
falls haltbar und mit Weiß vermiſcht ein gefälliges
Anſehen bekommt, überhaupt von vieler Anwendung iſt.
Kaf Res oder Mineralgelb, chemifcher Name:
baſiſches Ch hlorblei, wird beim Zecreiben heller und ent-
ſteht dur een von Goldglätte oder Mennige
mit Salmiak. Ein anderes, Turner's Patentgelb,
befommt man durch Zuſammenkochen von feiageriebener
HASEN mit Kochſalz und Waſſer; der fich bildende
Niederſchlag wird mit Waſſer ausgewaſchen und die er-
haltene weiße Maſſe geglüht, wodurch fie gelb wird.
Beide ſind haltbare Farben. Unter dem Namen Mineral-
gelb befommt man gewöhnlich metallähnlich glänzende,
ſchwere, Fiyftallinifche, fehön gelbe Stüde.
Stalienerlad oder Terra di Siena, au wie
die Deerarten ein Eiſenoxyd und wird NN gegra=
ben. Es beſteht aus Fleinen, eigen oder rundlichedigen
Stüdchen und ift darin vom Oer unterſchieden, daß es
ſelten zu Dedfarben oder Mifhungen in Dedfarben ge:
an! wird, dahingegen al® gelbe Lafurfarbe faft un-
entbehrlich ift; e8 deckt fehleht, wofür e8 aber den Vor-
theil gewährt, daß es in Waſſer wie in Oel ſi gleich
mäßig über eine Fläche vertheilen läßt, was bei den
andern gelben Farben nicht der Fall, daher es in der
Malerei und beſonders bei der Nachahmung von Holz
farben von vielfacher Anwendung iſ; dabei iſt es ſehr
dauerhaft und ſteht niht in einem hohen Preiſe. Sowie
der Oer, wird auh das Stalienerlad beim Brennen
und Glühen röthlicher. Siehe gelbrothe Farben. Läßt
ſh leichter re als Oer, muß aber erft troden auf
dem Reibfteine pulverifirt werden.
Acajoulad oder Mahagonilad, eine dem
Stalienerlad ähnliche Farbe und kann ſtatt deſſen an-
gewendet werden, giebt aber niht die ſchöne Laſur, wie
Jtalienerla>. Man hat gelbes und rothes, ungebrann-
t28 und gebranntes Ncajoulad, beides ift ſehr weih und