Full text: [Mathematische Physik] Theoria attractionis corporum sphaeroidicorum ellipticorum homogeneorum (5. Band)

DER MAGNETISCHEN INCLINATION IN GÖTTINGEN. 
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tionsbestimmungen haben können. Der Einfluss, welchen auf die Stellung der 
Nadel ein Theil der Fehler hat, ist in Beziehung auf diese nur eine Grösse der 
zweiten Ordnung, und die Wirkung der andern, namentlich einer Excentricität, 
und einer Neigung der die Achatplatten berührenden Ebene in dem Sinn parallel 
mit der Ebene des Kreises (Fehler gegen die Bedingungen 3, 6 und 4) werden 
durch die Combination der einzelnen Beobachtungsstücke völlig eliminirt. Ich 
kann daher dem Urtheil Horner’s, dass vor allem auf die Wegschafiung dieses letz 
ten Fehlers zu sehen sei (Physik. Wörterb, 5. Band, S. 7 59) nicht beistimmen, son 
dern betrachte diesen Fehler als denjenigen, an dessen vollkommener Wegschaf 
fung am wenigsten gelegen ist. 
6. 
Die hier aufzuführenden Inclinationsbeobachtungen sind sämmtlich im 
Freien an dem in den Resultaten 1840. II. [S.433d. B.] bezeichneten Platze ange 
stellt; ein Schirmdach hielt die Sonnenstrahlen von dem Instrumente ab. Dieses 
wurde auf dem Steine so aufgestellt, dass die gerade Linie durch zwei Fussspitzen 
nahe senkrecht gegen den magnetischen Meridian wurde, für welche Stellung die 
Plätze der drei Füsse bezeichnet waren. Die genaue magnetische Grientirung des 
Instruments wurde durch eine demselben beigegebene Hülfsnadel erhalten, die 
mit einem Achathütchen auf eine Spitze aufgehängt wird; der Träger dieser Spitze 
hat zwei kurze cylindrische Seitenarme, die in die beiden Pfannen eingelegt wer 
den, wodurch sich die Spitze in Folge des Gewichts des frei herabhängenden 
Theils des Trägers von selbst vertical stellt. Ich habe öfters mit dieser Orienti- 
rungsart auch die sonst übliche durch correspondirende Neigungen in zwei nahe 
gegen den magnetischen Meridian senkrechten Stellungen des Verticalkreises ver 
bunden und immer nur ganz unerhebliche Unterschiede gefunden, woraus her 
vorgeht, dass die Hülfsnadel hinlänglich empfindlich ist und keine constante Ab 
weichung her vor bringt. Eine geringe Abweichung der Verticalebene, in welcher 
man beobachtet, von dem ohnehin während der Beobachtungen nicht ganz un 
veränderlichen magnetischen Meridian hat übrigens auf die Neigung der Inclina- 
tionsnadel nur einen als ganz unmerklich zu betrachtenden Einfluss von der zwei 
ten Ordnung. 
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