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426 a) Ladfirniffe auf allerhand Holzwerk.
nem hellen Ladfirniffe überzogen wird. Um das
Srodnen der Karben zu vermehren, reibt man etwas
geſchmolzenen und zu Pulver verwandelten Vitriol
mit denſelben ab. Mehr kommt“ über dieſen Gez
genſtand weiter unten vor.
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Holzarbeit auf Schildkrotenart zu lac>iren.
Man nimmt fein pulverifirte Mennige, reibt
fie entweder mit Leimwaſſer, oder mit ordinäz
rem Firniſſe ab, miſcht fo viel zart geriebenes
Rauſchgelb darunter, als zur pommeranzenartigen
Farbe des wahren Schildkrots nöthig iſt und grun-
dirt damit. Nach der Grundirung erfolgt ein wol-
Fen - oder flammenartiger Anſtrih mit Drachen-=-
blut, deſſen Farbeſto} mit Weingeiſt ausgezo-
gen und mit einem La>firniſſe, von Gummila> bez
reitet, verdünnt worden ift, wobei man als Muſter
eine natürliche Schildkrötenſchale zur Hand nimmt,
um die Natur möglichſt zu erreihen, Man kann
fihb auh dur<h Umbraun den Schattirungen des
wahren Schildpattes noch mehr nähern. Zuletzt
macht ein heller Weingeift Ladfirnig als Ueberzug
den Beſchluß.
Soll hingegen die Grundflähe marmorirt
werden, fo muß fich die Farbe nach der natürlichen
Beſchaffenheit des Marmors richten, Zuerſt wird
der Hauptgrund gelegt, dann werden die Adern oder
Figuren mit einer abgeänderten, ebenfalls naturge-
treuen Farbe eingemalt, zuleßt de>t und verſchönert
ein guter Weingeifl-Ladfirniß die Arbeit.
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