840 Triplafis bis Tripoli
Triplaſis (T. Patis., Meauv. ), Pflanzengat-
tung aus der Familie der Gramineae- Chlori-
deae, 3. Kl. 2. Ordn. L.; Art: T. americana.
Triplateia (TL. Baréz. ), Pflanzengattung aus
der Familie der Caryophylleae - Sabulineae-
Eualsineae; Art: T. diffusa, in Mexico.
Zriplax, \. u. Buntfäfer 2) d).
Triple (fr., ſpr. Trip’l), eine Notirung beim
ift.
Triplé (ſpr. Tripleh), 1) der zweifache Anſchlag
des Balles an die Bande beim Billard ; 2) (Triplett),
die zum dritten Mal gleiche Zahl der von beiden
Parteien gejhobenen Kegel, . u. Kegelfpiel A) c).
Zripleallianz, |. Tripelallianz.
Triplectrum (T. Don. ), Pflanzengattung aus
der Familie der Melastomaceae - Miconieae;
Art: T radicans, in Oſtindien.
Triplett, 1) Heines, dreizeiliges Gedicht, bei.
zu Sittenjprüden od. zu Sprüchwörtern gebraucht;
fie fommen in der celtiihen u. altveutichen Poefie
20T; 2) f. Triple 2).
zriplenra (T. Lindl.), Pflanzengattung aus
ber SamilieOrchideae-Neottieae-Physurideae;
Art: T. pallida, in Oftindien.
Triplex (Bot.), dreifad. Zripficat, die dritte
gleichlautende Berfertigung einer Schrift.
Triplieata ratio (lat.), ein aus brei glei-
hen Berhältniffen zufommengefettes Berhältniß.
Das dreiſache Verhältniß, z. B. von 2:5 iſt
DD viie 9e 9 9/00; 22 119% DL 82 125, 2Ahn-
liche Körper ſtehen im dreifachen Verhältniſſe ihrer
gleichliegenden Kanten. Ein Würfel von 2 Zoll
Seite verhält fih zu einem Würfel vvn 5 Zoll Seite,
wie 8 zu 125.
Triplication, ſo v. w. Triplik.
Triplicitat, Dreifachheit, Dreiheit, Dreieinig-
eit, \. Trinität.
Triplik, im bürgerlichen Rechtsverfahren, wenn
dieſes ſchriftlich iſt, die dritte Schrift des Klägers,
im mündlichen der dritte Satz. Eigentlich ſollen
a dem gemeinen Brocefje jedem Theile nur zwei
ſolche Expoſés zuſtehen, dem Kläger die Provocation
od. Klage u. die Neplif, dem Beklagten Einlaſſung
mit den Exceptionen u. dann die Duplik. Beſon-
dere Gründe, namentlid die Vorbringung neuer
relevanter Thatſachen in der Duplik, können den
Nichter aber beſtimmen, daß der mit der Duplik
eingetretene Actenſhluß wieder aufgehoben u. die
Sortjegung verftattet wird. Dieſe Venia tripli-
candi für den Kläger ſ\<hließt die Venia quadru-
plicandi für den Beklagten in ſi, weil dieſer das
lezte Wort haben muß. Manche ältere Proceß-
ordnungen beſtimmen , daß jedes Verfahren , miu-
deſtens in erſter Inftanz, in drei abwechfelnden
Schriften od. Sätzen von jeder Partei vollendet
werden ſoll; dann braut der Kläger um die
Erlaubniß eine T. einzubringen nicht beſ. zu bitten
(j. übrigens Replicatio).
Triplinervius, dreifach gerippt.
Tripliren (v. lat.), 1) verdreifahen; 2) das
zweimalige Rüdftoßen des Balles von der Bande
beim Billard, |. d. IV. a); 3) eine dritte Klagſchrift
(. Zriplif) einreichen; 4) bei leichten. wollenen
Zeugen die Kettfäden nicht in zwei, ſondern in vier
Schâſte einleſen, damit ſi die Fäden nicht fo fehr
au einander reiben u. nicht ſo leicht zerreißen; die
Kette muß dann mit vier Fußtritten getreten werden.
Zriplit, Mineral, findet ſi< in derben Maſſen
von muſcheligem Bruch u. Taftanienbrauner big
\{<warzer Farbe; kantendur<ſcheinend bis undur®-
ſichtig; Härte 5 bis 6, ſpec. Gew. 3,6 bis 3,85 be-
ſteht aus phosphorſaurem Manganoxydul u. Eiſen-
orydul; fommt im Granit von Limoges in Frank-
reich vor.
Zriploides (v. gr.), <irurgiſhes Inſtrument
mit drei Füßen, zumEindrücken der Schädelknochen.
Triploſtegta (T. Wal!. ), Pflanzengattung aus
der Familie der Valerianeae; Art: T glanduli-
fera, in Nepal.
Tripluleon (gr.), jo v. w. Tribulcon.
Triplum (lat.), das Dreifache.
Tripmadam (engl. , d. i. Mauerpfeffer), iſt Se-
dum reflexum. à
Tripode (Tripus, v. gr.), der Dreifuß.
Tripbdes (gr., Dreiſüße), Mehrzahl von Trie
pus, Straße in Athen (f. d. ©. 870).
Tripodie (v. gr.), metriſche Periode, wenn fie
aus drei Füßen beſteht, wie in dem Pentameter,
deſſen ſe<8s Füße in zwei T. zerfallen.
Tripodiſkos, Fle>en in Megaris, nordweſilih
von Megara, am Gebirg Geranea; Ruinen bein
jetzigen Derweni,
zripdgon (T. Rath.), Pflanzengattung aus
der Familie der Gramineae-Äveraceae, 3. Kl.
2. Ordn. L.; Art: T. bromoides, in Nordamerika,
andere in Oſtindien.
Tripbli (. di Barbaria), 1) das öſtlichſte Land
der Berberei an der Nordküſte Aſrika’s, liegt zwiſchen
Agypten im Often u. Tunis im Weſten, ein 180
Meilen langer Küſtenſtrih von meiſt nur 15 Meilen
Breite. Mit dem politiſ< dazu gehörigen Barka
(3480 QM.) u. Fezzan (4650 QM.) ſ{lägt man
den Flächengehalt auf 16,200 Quadratmeilen an,
die Einwohnerzahl auf 750,000, Gegen Süden
iſt das Küſtenland dur< das mit dem Atlas in
Verbindung ſtehende Ghuriangebirge (mit dem 2626
Fuß hohem Tefut) u. die Verlängerung deſſelben,
den Harudſh, begrenzt; nahe gegen die Küſte
ſtreicht die Kette der Tarhonaberge u. das Dſchebel
Dſchefran: Zwiſchen dem Meerbuſen von Sidra
u. der ägyptiſhen Grenze erhebt fi) das kleine
Hochland Barka. Die hauptſächlichſten Vorgebirge
find: Ras el Mehabes, Cap Mefurata, Ras Ta-
Ihuni, Ras Sem, Ras et Fin ır. Ras el Melhe.
Fließende Gewäſſer hat das Land faſt gar nicht, iſt
auch arm an Quellen, jedoch findet ſich meiſt {hon in
wenigen Fuß Tiefe Waffer.. Süßwafferfeen gibt
e8 auch nicht, dagegen einige Salz - u. Natronfeen
in Fezzau. Das Klima iſt im allgemeinen geſund,
ausgenommen einige ſumpfige Stellen am Meere,
vornämlid am Golf von Sidra u. in Fezzan; der
Sommer iſt ſehr heiß u. ganz tro>en, do< fällt in
Folge der feuchten Seewinde ſtarker Thau; ver-
derblich iſt der aus der Wüſte kommende glühende
Samum. Der fru<tbarſte Theil des Landes ift
das weſtli< vom Golf von Sidra ſic erftre>ende
Gebiet. Hier gedeihen namentlih in der Umgegend
der Stadt T. ſämmtliche Südfrüchte, Waſſermelo-
nen, Krapp u. Baumwolle; der beſte Wein wird in
der Nähe von Meſurata gewonnen; die europäiſchen
Obſtarten degeneriren ſhon na< wenig Jahren u.
ſelbſt die ſogenannten Südfrüchte find ſüdwärts
eingeengt, da ſi< Orangen, Citronen, Piſtacien u.
Johannisbrotbäume jenſeits des Ghurian nicht
mehr finden; der Olbaum gedeiht nur bis zu dem
dattelreichen Thale der Beni Olid, der Maulbeer-
baum bis Sukna an der Grenze von Fezzan ; bei
Murzuk gedeihen no< Granateu, Datteln , Feigen.
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