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Bombarden u. 2 Dampfſchiffen im Golf
von M,, nohmals unbedingte Annahme
aller Bedingungen zu fordern, ?° Die mexi-
can, Regierung wollte auch alle zugeftehn,
außer den Detailhandel, den ſie als. Eine
griffe in ihre Htechte entſchieden durch ihre
nach Salappe entfendeten Deputirten ver-
weigern ließ. Am 27, Nov, 1888 eröffnete
nun Baudin die Feindſeligkeiten, indem er
das Fort St, Juan de Ulko a vor dem Ha-
fen von Veracruz von den Schiffen concen-
triſ beſchießen ließ. Binnen 4 Stunden war
das Fort in Trümmern, u. am Morgen des
23, wurde es von den Franzofen befegt.
1A[s die Nachricht hiervon nah M, kam, ver-
weigerte Buſtamenteder Capitulation die Be-
ſtätigung, erließ die ſtolzeſte Proclamation
u, der Eongreß erflärte$ranfreihden
30, Nov. den Krieg u. befchloß, Daß alle
Franzoſen innerhalb des mexican. Gebiets
binnen 14 Tagen das Land räumen ſollten.
Zugleich erhielt Gen. Santana, der von
Texas entlaſſen, wieder nah M. zurü>ge=
kehrt war, den Auftrag, mit einem Heer
nah Veracruz zu ziehn. Er langte dort
am 4, Dec. an u. zeigte ſogleih dem Ad-
miral Baudin an, daß die Regierung ſämmt=
liche Vergleihsvorfchläge verwerfe, Baus
din unternahm daher am 5. Dechr, einen
Handſtreich gegen Veracruz, um die dorti-
gen Batterien, die das Fort St. Juan de
Ulloa bedrohten, zu zerſtören, erſtieg, da
die Beſazung nichts hiervon vermuthete,
die <hwa<hen Wälle von Veracruz, rüd>Ëte
nah dem Quartier Santanas vor, \o-daß
dieſer kaum Zeit hatte, über die Dächer
zu entkommen, der 2. General unter ihm,
Ariſta, aber gefangen ward. Erſt am
Thore de la Merced fanden die Franzoſen
ernſten Widerſtand. u. zogen ſi< zurüd.,
? Wenige Tage nac dieſem Vorfall erſchien
eine brit. Flotte von 13 Segeln in dem Golf
von M, u, der enal. Bevollmächtigte P ake n-
ham bot ſeine Vermittelung an. Baudin
nahm ſie an, u. Pakenham begab fih nun
nah M,, wo Ende Dec. eine neue Revo-
lution ausgebrohen war. Man hatte die
Häupter der föderaliſt, Partei, die 1835 von
Santana eingekerkert worden waren, aus
den Gefängniſſen gezogen u. der Präſident
Buſtamente hatte dem Volke nachgegeben
u, ein foderalift. Minifterium gebildet. Den-
no fand bei dieſem die brit; Vermittelung
großre Schwierigkeiten, als man erwartete,
endlih kam aber am 9. März 1839 der Vers
Aas zu Veracruz zwiſchen dem Contre-
N Baudin u. dem mexican Gen. Vit-
ria u, Miniſter Goroſtiza zu Stande, wo
Frankreich ſeine Forderung von 800,900
e pa auf 600,900 ermäßigte u. ſeine Prä-
M E wegen des Detailhandels aufgab.
Fe te u. Baudin verließ mit der franz.
Be den Golf von M, u. ſegelte heim.
UE wiederhergeſtelltem Frieden nah
pen, begannen die innern Unruhen zwis
493
{hen Eentraliften u, Köberalifteit wieder.
Die Regierung nahm nämlich, als bie äußre
Gefahr aufhörte, wieder das Centraliſaz
tions\yſtem an u. es brachen nun IM den
Provinzen mehrere Unruhen aus, nament=
lich in den nördl, Provinzen an den Oren-
zen von Texas am Rio grande, welche einen
eignen Föderativftaat, Nord-Nt,, errid-
ten wollten, jedech durch den Sieg von Nice
im Mai 1840 bezwungen wurden, Eben fo
beabſichtigten 1840 die föderaliſt. Generale
Liergo, Canales u. Zapata einê fôrm-
lihe Losreißung der Staaten Yucatan U.
Tabasco von M. Anfangs war der mexi-
can. Gen. Arifta glüdlich gegen fie, nahm
auch Zapata gefangen u, ließ ihn erſchießen.
Später wid; das Glück von ihm u, der wih-
tige Plas CSmpeche, der lebte, den die
Regierung in Yucatan beſaß, ging verloren.
7# Noch mehr Gefahr drohete im Innern,
wo der füderalift. Gen, Urrea aus dem
Gefängniß entkam u, in der Hauptſtadt
M, felbft am 25. Juli 1849 eine Ver=
fhwörung anftiftete. . Buftanıente felbft fiel
in die Hände der Verfhwornen, wurde
aber nah 2 Tagen wieder befreit u. es Fam
zu einer Webereinkunft, wonadh die To=-
deraliften, nach proclamirter Amneftie, M.
räumten, die Centraliften aber wieder die
Regierung ergriffen, aber eine Reform auf
dem gefeglichen Wege verfprahen. ?Nicht
weniger rührte fihb Texas gegen M.; es
rüftete Kriegsfhiffe, überfiel mericanifhe
Städte, und übte andre Feindſeligkeiten.
7s 1841 machte beſ. eine Schrift Eſtra=
das, worin dieſer das monarh. Syſtem u.
einen auswärtigen Prinzen als König em=
pfahl, viel Lärmz der Congreß ſprach ſi<h da=
gegen aus, u, kaum entging Eſtrada der Ver=
haftung, Jm Aug. 1841 erhoben ſi<h 3 Pro=
vinzen auf einmal, Guadalaxara unter
Paredes, wegen einer Conſumtionsſteuer,
Veracruz unter Santana u. M. unter
Valenzia. Vnter dieſen war Santana der
gefährlihſte, er ging, als Dictator ſchal=
tend, auf M. los, die Regierungstruppen
allenthalben zu ihm über, den 3, Septbr.
ward M, blokirt_ u. am 10. Oct. zogen die
Pronunciados in der Hauptſtadt ein. * Bus
ſtamente legte die Präſidentenſtelle nieder
u. Santana übernahm fie proviſoriſ< z
Buſtamente u. Eſtrada flüchteten aber nah
England. Sautanas Hauptaugenmerk war,
Geld zu machen, um dadurch Mittel zu großen
Unternehmen zu erhalten. Außer einer Ans
leihe von 14 Mill. Dollars, Die er unter drü=
>enden Bedingungen von brit. Kaufleuten er=
hielt, führte ex directe Steuern, die bisher noh
ni<t in M. beſtanden hatten, u. and. eine
Kopfſteuer, ein, erlangte von der kathol.
Geiſtlichkeit dur die Drohung, das Kirchen=
vermögen einzuziehen, 15Mill. Dollars, gab
das Geſetz, daß auch Fremde, ohne Katholiken
zu werden, in M. Grundeigenthum erlan-=-
gen könnten, 2c. ??Mit folhen Hülfsquellen
verſuchte er zunächſt Texas zu Lea,
I es