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und welche gerade deswegen, nicht unpassend, transcendenle
genannt werden.
Die Bewegung des Geistes, von diesen beiden Anfängen
einschliefslich aus, bis zu den gegenwärtigen Grenzen der
gleichsam organischen Entwickelung und ßesonderung der
Analysis, mit der erforderlichen Ausführlichkeit und der mög
lich gröfsten Klarheit, auf eine, der jetzigen Stufe des wissen
schaftlichen Bewustseins entsprechende Weise, zur Darstel
lung zu bringen, ist es nun, was ich mir vorgesetzt habe.
Nur aus Rücksicht gegen den dermaligen Zustand der in
Rede stehenden Wissenschaft und gegen die Stellung, welche
die herrschenden Ansichten der Gegenwart ihr gegenüber ein
zunehmen scheinen, fange ich die Herausgabe dieser Arbeit,
dem darzustellenden Enlwickelungsgange selbst zuwider, mit
der von der transcendenten Analysis an. Die Bemerkung na
mentlich, dafs sich die gedachten acht algebraischen Bestim
mungsweisen insgesammt von ein und demselben Grundacte
aus zur Vermittelung und Bestimmung bringen lassen, möchte
sich, bei einer nähern Betrachtung, als nicht so sehr versteckt
Herausstellen, und gerade deshalb eine, diesen Gegenstand be
treffende Arbeit eben nicht besonders dringlich erscheinen
lassen; ungeachtet man sich nach einem Werke, in weichem
diese Ableitung auf eine, den jetzigen wissenschaftlichen An
forderungen genügende Weise zur Durchführung gebracht
wäre, vergeblich umsehen dürfte. Anders verhält es sich mit
der transcendenten Analysis. Von der oben angedeuteten
Einheit ihrer unterschiedenen organischen Bestimmungsformen
enthält die Darstellung dieser Wissenschaft, wie sie in den
vorhandenen Schriften angetroffen wird, noch keine Spur.
Auch sind die, einem gewissen Zweige derselben, und nament
lich der sogenannten Differenzialrechnung, wenigstens Anfangs,
zu Grunde gelegten Prinzipien, lange Zeit hindurch, der Ge
genstand der lebhaftesten und schneidendsten Widersprüche
gewesen, über welche man sich zwar endlich beruhigt, indefs