Uebergang v. d. popul. sittl. Weltweish. zur Metaph. d. Sitten. 289
dadurch findet sich, dass ihr Princip ein kategorischer Imperativ sein
müsse, dieser aber nichts mehr oder weniger, als gerade diese Autonomie
n, gebiete.
AS
;h Die Heteronomie des Willens,
m als der Quell aller unächten Prineipien der Sittlichkeit.
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st, Wenn der Wille irgend worin anders, als in der Tauglichkeit
d seiner Maximen zu seiner eigenen allgemeinen Gesetzgebung, mithin,
% wenn er, indem er über sich selbst hinausgeht, in der Beschaffenheit irgend
EZ eines seiner Objecte das Gesetz sucht , das ihn bestimmen soll, so kommt
th jederzeit Heteronomie heraus. Der Wille gibt alsdenn sich nicht selbst,
ag sondern das Object durch sein Verhältniss zum Willen gibt diesem das
‚In Gesetz. Dies Verhältniss, es beruhe nun auf der Neigung, oder auf Vor-
N- stellungen der Vernunft, lässt nur hypothetische Imperativen möglich
‚er werden: ich soll etwas thun darum, weil ich etwas Anderes will.
‚er Dagegen sagt der moralische, mithin kategorische Imperativ: ich soll so
oder so handeln, ob ich gleich nichts Anderes wollte. Z. E. jener sagt:
ich soll nicht lügen, wenn ich bei Ehren bleiben will; dieser aber: ich
soll nicht lügen, ob es mir gleich nicht die mindeste Schande zuzöge.
Der letztere muss also von allem Gegenstande sofern abstrahiren, dass
dieser gar keinen Einfluss auf den Willen habe, damit praktische Ver-
nunft (Wille) nicht fremdes Interesse blos administrire, sondern blos ihr
ch eigenes gebietendes Ansehen, als oberste Gesetzgebung, beweise. So soll
de ich z. B. fremde Glückseligkeit zu befördern suchen, nicht als wenn mir
ht an deren Existenz was gelegen wäre, (es sei durch unmittelbare Neigung,
en oder irgend ein Wohlgefallen indireet durch Vernunft,) sondern blos des-
eb wegen, weil die Maxime, die sie ausschliesst, nicht in einem und demselben
‚en Wollen, als allgemeinem Gesetz, begriffen werden kann.
ose
en,
der Eintheilung
1en aller möglichen Prineipien der Sittlichkeit aus dem ange-
ıtz, nommenen Grundbegriffe der Heteronomie,
nn Die menschliche Vernunft hat hier, wie allerwärts in ihrem reinen
en Gebrauche, so lange es ihr an Kritik fehlt, vorher alle mögliche unrechte
Wege versucht, ehe es ihr gelingt, den einzigen wahren zu treffen.
0 KANT’s sämmtl. Werke, IV. ©
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