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nigen ‘verzehren zu dürfen glaubt. Es muß die
Woche etliche Male mehr Fleiſch gegeben werden,
weil einmal Vorrath da iſt, weil es verderben möchte;
man \chi>t auh ein Brâtchen hier und da in die
Nachbarſchaft umher, und .ſo iſt das Stückchen Vieh,
mit dem man fo viel Erfparniß hat machen wollen,
ehe man ſi<h?s verſieht, aufgezehrt, und das Geld
iſt verthan. Auf dieſe Weiſe beurtheile man den
vermeintlichen Vortheil des Haus\{hl achlens, wenn
auch das eingeſchlachtete Vieh einen Monat länger
halten ſollte, und weniger Perſonen am Tiſche wär
ren, das Verhältniß wird immer daſſel (be bleiben,
und der Nachtheil wird jedesmal in gleicher Pros
portion flatt finden. Nicht viel anders ift es, wen
man mit Anderen theilweiſe ſchlachtet. Allezeit rechne
man nur, was ‘in gleicher" Zeit in der Wirthſchaft
für frifches Fleiſ<h verbraucht worden ſeyn würde.
Denn ohne Ekel zu erregen, kann man doc nicht
täglich von dem eingeſchlachteten Fleiſche eſſen, es:
muß ein Wechſel mit friſchem Fleiſche ſtatt finden.
Der Freund des Hausſchlachtens kann nicht mit
Grund einwenden, daß er doch dieſe Zeit Über beſſe-
res Fleiſh gehabt habe. Beſſer war es ihm gewiß
nicht, weil ſeine Geſundheit wegen des Uebermaaßes,
wegen der durch das Altern verdorbenen Qualität
mehr verloren, als gewonnen hat. Daß das einge-
lachtete Fleiſh bey weitem niht fo geſund iſt,
ls das frifch getaufte bedarf Faum eines Beweiſes,
Denn - der größte Theil deſſelben muß kr einge:
falzet, eingepdfelt, geräuchert werden. Alle dieſe
Fleifcharten find hart, unverdaulich, erzeugen Schärfe,
Scorbut, und Ausfhlag,. wenn fie häufig genoſſen
werden. Beſonders bey fißender Lebensart werden
dabey die nachtheiligen Folgen für die Geſundheit
noch weniger ausbleiben.